Brain HealthSirtuine als wichtigste Alzheimer-Ziele in einer globalen Übersichtsarbeit mit 1.141 Studien
Sirtuine sind eine Proteinfamilie, die auf NAD⁺ angewiesen ist, um Genaktivität und zelluläre Gesundheit zu regulieren. Forscher analysierten 1.141 veröffentlichte Studien aus 62 Ländern, um die Entwicklung der Sirtuin-Forschung im Bereich der Alzheimer-Erkrankung nachzuzeichnen. Sie stellten fest, dass das Forschungsfeld nach 2015 einen deutlichen Aufschwung erlebte, mit zunehmendem Fokus darauf, wie Sirtuine oxidativen Stress, die Ansammlung von Amyloid-beta, Autophagie und epigenetische Veränderungen im alternden Gehirn beeinflussen. SIRT1 und SIRT3 erwiesen sich als die am häufigsten untersuchten Mitglieder dieser Familie, und der NAD⁺-Stoffwechsel ist mittlerweile ein vorrangiges Forschungsthema. Trotz starker präklinischer Belege, die Sirtuine als Wirkstoffziele unterstützen, bestehen nach wie vor erhebliche Lücken: Nur wenige Studien konzentrieren sich auf einzelne Sirtuin-Subtypen, der Großteil der Evidenz stammt aus Tier- oder Zellmodellen, und es fehlen belastbare klinische Studien, die einen Nutzen bei Menschen mit Alzheimer bestätigen.