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AHA-Stellungnahme definiert Bewegungsempfehlungen für Herzpatienten mit hohem Risiko neu

Eine neue wissenschaftliche Stellungnahme der AHA beschreibt, wie Bewegung bei Gebrechlichkeit, Schlaganfall, Rückenmarksverletzung und fortgeschrittener Herzinsuffizienz sicher und wirksam verschrieben werden kann.

Freitag, 10. Juli 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in Circulation
A physical therapist guiding an older male patient on a recumbent exercise bike in a clinical cardiac rehabilitation gym, monitoring equipment visible in background

Zusammenfassung

Die American Heart Association hat eine wegweisende wissenschaftliche Stellungnahme veröffentlicht, die sich mit dem Bewegungstraining in Bevölkerungsgruppen befasst, die von Standard-Herzrehabilitationsprogrammen typischerweise ausgeschlossen oder unzureichend versorgt werden. Zu diesen Gruppen zählen Menschen mit Gebrechlichkeit, Schlaganfall, Rückenmarksverletzungen, rheumatologischen Erkrankungen, genetischen Kardiomyopathien sowie Empfänger mechanischer Herzunterstützungssysteme oder implantierbarer Herzgeräte – sie alle stehen vor einzigartigen Barrieren und Risiken. Die Stellungnahme stellt fest, dass diese Patienten zwar mit sehr niedrigen Fitnessniveaus beginnen, jedoch durch angemessen angepasste Trainingsprogramme funktionelle Verbesserungen und Steigerungen der Lebensqualität erzielen, die mit denen niedrigrisikoreicherer Bevölkerungsgruppen vergleichbar sind oder diese sogar übertreffen. Anpassungen wie Kraft-, Gleichgewichts- und Beweglichkeitstraining ergänzend zum Ausdauertraining, kombiniert mit verstärkter Aufsicht und spezialisierter Ausrüstung, sind entscheidend für sichere Ergebnisse. Die Autoren fordern mehr Forschung zu skalierbaren, patientenzentrierten Ansätzen zur Umsetzung dieser Interventionen.

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Detaillierte Zusammenfassung

Bewegung gilt weithin als eine der wirksamsten Interventionen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dennoch sind viele der Hochrisikopatienten von bestehenden Programmen weitgehend ausgeschlossen. Ein neues wissenschaftliches Statement der American Heart Association adressiert diese Lücke direkt und bietet Klinikern detaillierte Leitlinien zum Bewegungstraining für Bevölkerungsgruppen, die von standardisierten kardialen Rehabilitationsprotokollen häufig nicht erreicht werden.

Das Statement umfasst sieben Hochrisikogruppen: Personen mit Gebrechlichkeit, Schlaganfallüberlebende, Menschen mit Rückenmarksverletzungen, Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen, Personen mit genetischen Kardiomyopathien, Empfänger fortgeschrittener Herzinsuffizienztherapien wie linksventrikuläre Unterstützungssysteme und Herztransplantationen sowie Patienten mit kardialen implantierbaren elektronischen Geräten wie Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Jede Gruppe weist eine spezifische Kombination aus körperlichen Einschränkungen, Sicherheitsaspekten und Teilnahmebarrieren auf, die individualisierte Ansätze erfordern.

Vier wichtigste Erkenntnisse ziehen sich durch alle diese Patientengruppen. Erstens sind die Barrieren zur Bewegungsteilnahme auf mehreren Ebenen erhöht — auf Patienten-, Anbieter- und Gesundheitssystemebene. Zweitens ist die kardiorespiratorische Ausgangsfitness in diesen Gruppen deutlich niedrig, was unterstreicht, wie dringend sie strukturierte Bewegung benötigen. Drittens müssen Bewegungsverschreibungen über das standardmäßige Ausdauertraining hinausgehen und Kraft-, Gleichgewichts- sowie Flexibilitätsübungen einschließen, häufig mit verstärkter Aufsicht und adaptiven Hilfsmitteln. Viertens, und dies ist ermutigend, erzielen gut konzipierte Programme funktionelle Verbesserungen und Verbesserungen der Lebensqualität, die mindestens ebenso groß sind wie jene bei typischeren Herzpatienten.

Für Kliniker bietet dieses Statement einen Rahmen, um über das Denkmuster „Dieser Patient ist zu komplex für die Rehabilitation" hinauszugehen. Die Evidenz legt nahe, dass mit geeigneten Anpassungen selbst die gebrechlichsten oder medizinisch komplexesten Patienten bedeutsam von strukturierter Bewegung profitieren können.

Wichtige Einschränkungen gelten zu beachten. Das Statement basiert auf einer Überprüfung der vorhandenen Literatur, und in allen behandelten Patientengruppen bestehen weiterhin erhebliche Wissenslücken. Zukünftige randomisierte Studien mit patientenzentrierten Endpunkten sind erforderlich, ebenso wie Untersuchungen zur gerechten und flächendeckenden Umsetzung dieser Programme.

Wichtigste Erkenntnisse

  • High-risk patients have very low baseline fitness, making structured exercise interventions especially impactful for this group.
  • Exercise prescriptions must expand beyond aerobic training to include strength, balance, and flexibility components.
  • Appropriately tailored programs produce functional and quality-of-life gains matching or exceeding standard cardiac rehab outcomes.
  • Barriers to exercise participation are elevated at patient, clinician, and health-system levels across all high-risk groups.
  • Frailty, stroke, spinal cord injury, genetic cardiomyopathies, and advanced device or heart failure therapies each require unique modifications.

Methodik

Dies ist eine offizielle wissenschaftliche Stellungnahme der American Heart Association, erstellt von ihrem Wissenschaftsausschuss für Sport, kardiale Rehabilitation und Sportkardiologie. Sie fasst bestehende Forschungsergebnisse zu sieben verschiedenen Hochrisiko-Herz-Kreislauf-Populationen zusammen und beleuchtet funktionelle Defizite, Reaktionen auf körperliche Belastung, erforderliche Programmmodifikationen sowie bestehende Wissenslücken. Als Konsensus-Expertenerklärung – und nicht als systematische Übersichtsarbeit oder Metaanalyse – spiegelt sie sowohl synthetisierte Expertenmeinungen als auch verfügbare Evidenz wider.

Studienlimitierungen

Die Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, da der Volltext nicht frei zugänglich ist. Da es sich um ein wissenschaftliches Statement und keine systematische Übersichtsarbeit mit formaler Metaanalyse handelt, kann die Evidenzstärke der einzelnen Empfehlungen für die sieben behandelten Bevölkerungsgruppen erheblich variieren. Die von den Autoren anerkannten großen Wissenslücken verdeutlichen, dass robuste randomisierte Studiendaten für mehrere dieser Gruppen nach wie vor begrenzt sind.

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