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Rote-Bete-Saft senkt den Blutdruck bei älteren Erwachsenen durch Veränderung der Mundbakterien

Studie zeigt, wie Nahrungsergänzungsmittel mit Nahrungsnitrat bei älteren und jüngeren Erwachsenen durch Veränderungen im oralen Mikrobiom unterschiedlich wirken.

Montag, 6. April 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in Free Radic Biol Med
Split-screen showing vibrant red beetroot juice glass next to microscopic view of colorful oral bacteria, with blood pressure monitor in background

Zusammenfassung

Forscher untersuchten, wie Rote-Bete-Saft die Mundbakterien und den Blutdruck bei 75 Erwachsenen in zwei Altersgruppen beeinflusst. Ältere Erwachsene (67–79 Jahre) verzeichneten nach zweiwöchigem Konsum von nitrathaltigen Rote-Bete-Saft signifikante Blutdrucksenkungen, während jüngere Erwachsene (18–30 Jahre) keinen derartigen Nutzen zeigten. Die Blutdruckverbesserungen bei älteren Erwachsenen korrelierten mit erhöhten Stickoxidwerten und der Unterdrückung schädlicher Mundbakterien, insbesondere Prevotella-Spezies, die mit der Ammoniakproduktion in Verbindung gebracht werden. Dies deutet darauf hin, dass das Altern verändert, wie unser orales Mikrobiom nahrungsbedingte Nitrate verarbeitet, wodurch eine Nahrungsergänzung für die kardiovaskuläre Gesundheit älterer Bevölkerungsgruppen vorteilhafter wird.

Detaillierte Zusammenfassung

Diese bahnbrechende Studie zeigt, warum Nahrungsergänzungsmittel mit Nahrungsnitraten wie Rote-Bete-Saft für die Herz-Kreislauf-Gesundheit älterer Erwachsener besonders vorteilhaft sein könnten. Die Forschungsarbeit schließt eine wichtige Wissenslücke darüber, wie das Altern die Fähigkeit unseres Körpers beeinflusst, Nitrate aus der Nahrung zu verarbeiten.

Die Forschenden führten eine strenge doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 75 Teilnehmenden durch, die auf junge (18–30 Jahre) und ältere (67–79 Jahre) Erwachsene aufgeteilt wurden. Jede teilnehmende Person absolvierte drei zweiwöchige Interventionen: Placebo-Rote-Bete-Saft, nitrathaltiger Rote-Bete-Saft und antiseptisches Mundwasser, mit Auswaschphasen zwischen den Behandlungen.

Die wichtigste Erkenntnis war, dass ältere Erwachsene nach der Rote-Bete-Saft-Supplementierung signifikante Blutdrucksenkungen (Abnahme um 4 mmHg) verzeichneten, während jüngere Erwachsene keinen solchen Nutzen zeigten. Diese Verbesserung korrelierte stark mit erhöhten Plasma-Nitrit-Spiegeln und der Unterdrückung schädlicher Mundbakterien, insbesondere Prevotella-Spezies, die für ihre Ammoniakproduktion bekannt sind.

Die Ergebnisse legen nahe, dass das Altern das Ansprechen unseres oralen Mikrobioms auf Nahrungsnitrate grundlegend verändert. Bei älteren Erwachsenen scheint eine Nitratsupplementierung problematische Bakterien gezielt zu unterdrücken und gleichzeitig die Stickstoffmonoxid-Produktion zu steigern, was zu messbaren kardiovaskulären Vorteilen führt. Dieser altersbedingte Unterschied in der Mikrobiom-Reaktion könnte erklären, warum einige Studien inkonsistente Ergebnisse zur Nitratsupplementierung in verschiedenen Bevölkerungsgruppen zeigen.

Diese Ergebnisse haben wichtige Implikationen für personalisierte Ernährungsstrategien bei alternden Bevölkerungsgruppen und legen nahe, dass Nahrungsnitrat-Interventionen für ältere Erwachsene mit erhöhtem Blutdruck besonders wertvoll sein könnten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Older adults showed 4 mmHg blood pressure reduction with beetroot juice, younger adults showed none
  • Oral microbiomes responded differently to nitrate supplementation between age groups
  • Blood pressure benefits correlated with suppression of harmful Prevotella bacteria
  • Increased plasma nitrite levels mediated cardiovascular improvements in older adults
  • Antiseptic mouthwash did not significantly alter oral microbiome composition

Methodik

Doppelblinde, placebokontrollierte Crossover-Studie mit 75 Teilnehmern (39 jüngere, 36 ältere Erwachsene). Drei zweiwöchige Interventionen mit zweiwöchigen Auswaschphasen: Placebo-Rote-Bete-Saft, nitratreicher Rote-Bete-Saft und antiseptisches Mundwasser. Gemessen wurden die Zusammensetzung des oralen Mikrobioms, der Blutdruck und Biomarker für Stickstoffmonoxid.

Studienlimitierungen

Die Studie war auf 2-wöchige Interventionszeiträume beschränkt, was möglicherweise keine Langzeiteffekte erfasst. Es wurden ausschließlich gesunde Teilnehmer einbezogen, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf Personen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen übertragbar sind. Der Mechanismus, der die Unterdrückung bestimmter Bakterien mit den blutdrucksenkenden Vorteilen verbindet, bedarf weiterer Untersuchungen.

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