Heart HealthPressemitteilung

COVID-Infektion lässt Blutgefäße um 5 Jahre altern – selbst bei milden Verläufen

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass COVID die arterielle Alterung um etwa 5 Jahre beschleunigt – besonders bei Frauen –, was das langfristige kardiovaskuläre Risiko erhöht.

Sonntag, 29. März 2026 5 Aufrufe
Veröffentlicht in ScienceDaily Heart
Article visualization: COVID Infection Ages Blood Vessels by 5 Years, Even in Mild Cases

Zusammenfassung

Eine große internationale Studie hat ergeben, dass eine COVID-19-Infektion die Alterung der Blutgefäße um etwa fünf Jahre beschleunigt – selbst in milden Fällen, die keinen Krankenhausaufenthalt erfordern. Forscher maßen die Arteriensteifigkeit bei nahezu 2.400 Personen in 16 Ländern und stellten fest, dass alle COVID-Patienten, unabhängig vom Schweregrad der Erkrankung, steifere Arterien aufwiesen als nicht infizierte Personen. Frauen waren besonders betroffen: Bei jenen mit einem milden COVID-Verlauf entsprach die arterielle Alterung fünf zusätzlichen Jahren. Diese vaskuläre Alterung entspricht einem um 3 % erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei einer 60-jährigen Frau. Eine Impfung schien schützend zu wirken, da geimpfte Personen geringere arterielle Schäden aufwiesen. Die Auswirkungen waren am stärksten bei Menschen mit Long-COVID-Symptomen wie Erschöpfung und Kurzatmigkeit ausgeprägt.

Detaillierte Zusammenfassung

Eine COVID-19-Infektion beschleunigt die Alterung der Blutgefäße offenbar um etwa fünf Jahre – selbst bei milden Verläufen. Dies geht aus bahnbrechender Forschung hervor, die im European Heart Journal veröffentlicht wurde. Diese vaskuläre Alterung könnte das langfristige Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle erheblich erhöhen, was eine frühzeitige Erkennung und Prävention für Millionen von COVID-Überlebenden weltweit unerlässlich macht.

Die Forscher untersuchten 2.390 Personen aus 16 Ländern und maßen die arterielle Steifigkeit mithilfe der Pulswellengeschwindigkeit sechs und zwölf Monate nach der Infektion. Alle COVID-Patienten wiesen im Vergleich zu nicht infizierten Personen steifere Arterien auf, wobei Frauen stärker betroffen waren. Frauen mit einem milden COVID-Verlauf zeigten eine arterielle Alterung, die fünf Jahren entspricht, was bei einer 60-jährigen Frau einem um 3 % erhöhten Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko entspricht.

Die Studie deckte wichtige Schutzfaktoren und Risikomuster auf. Geimpfte Personen zeigten im Allgemeinen geringere arterielle Schäden als ungeimpfte Patienten. Menschen mit Long-COVID-Symptomen wie Kurzatmigkeit und Erschöpfung erlitten eine stärkere vaskuläre Alterung. Intensivpatienten wiesen die ausgeprägteste arterielle Versteifung auf, obwohl selbst milde Verläufe klinisch bedeutsame Veränderungen zeigten.

Diese Erkenntnisse haben weitreichende Konsequenzen für die medizinische Versorgung nach COVID. Die Forschung legt nahe, dass Millionen von COVID-Überlebenden möglicherweise noch Jahre nach der Infektion einem erhöhten kardiovaskulären Risiko ausgesetzt sind. Medizinische Fachkräfte sollten ein verstärktes kardiovaskuläres Monitoring für COVID-Überlebende in Betracht ziehen, insbesondere für Frauen und Personen mit anhaltenden Symptomen. Der Schutzeffekt der Impfung unterstreicht deren Bedeutung über die Prävention akuter Infektionen hinaus und könnte langfristige vaskuläre Komplikationen verringern sowie die kardiovaskuläre Gesundheit in der Post-Pandemie-Ära fördern.

Wichtigste Erkenntnisse

  • COVID infection ages arteries by ~5 years even in mild cases, with women more affected than men
  • Vaccinated individuals showed less arterial damage compared to unvaccinated COVID patients
  • Long COVID symptoms correlate with greater vascular aging and arterial stiffness
  • All COVID severity levels increased cardiovascular disease risk by 3% in 60-year-old women
  • Vascular aging effects appeared to stabilize or slightly improve over 12-month follow-up

Methodik

Dieser Forschungsnachrichtenbericht von ScienceDaily behandelt eine in der Fachzeitschrift European Heart Journal veröffentlichte, begutachtete Studie. Die Studie umfasste 2.390 Teilnehmer aus 16 Ländern und verwendete eine solide Methodik mit Pulswellengeschwindigkeitsmessungen. Die Glaubwürdigkeit der Quelle ist angesichts der renommierten Fachzeitschrift und des internationalen Umfangs der Studie als hoch einzustufen.

Studienlimitierungen

Der Artikel scheint unvollständig zu sein und bricht mitten in der Erklärung ab. Eine langfristige Nachbeobachtung über 12 Monate hinaus ist erforderlich, um die Persistenz der vaskulären Effekte zu verstehen. Der Mechanismus hinter den Geschlechterunterschieden und dem Impfschutz erfordert weitere Untersuchungen.

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