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CRISPR-Screen enthüllt neues Zielprotein zur Stärkung der regulatorischen T-Zell-Therapie bei Autoimmunerkrankungen

Wissenschaftler identifizieren das RBPJ-Protein als wichtige Bremse regulatorischer T-Zellen und ebnen damit den Weg für wirksamere Autoimmuntherapien.

Dienstag, 31. März 2026 0 Aufrufe
Veröffentlicht in Nature
Microscopic view of glowing regulatory T cells with FOXP3 protein highlighted in bright green, surrounded by other immune cells in a tissue environment

Zusammenfassung

Forscher nutzten ein genomweites CRISPR-Screening, um neue Regulatoren von FOXP3 zu entdecken – dem Mastergen, das regulatorische T-Zellen steuert und Autoimmunerkrankungen verhindert. Dabei stellten sie fest, dass die Entfernung des RBPJ-Proteins die Stabilität und Funktion von im Labor gezüchteten regulatorischen T-Zellen erheblich verbesserte. Diese optimierten Zellen zeigten in Mausmodellen eine überlegene Fähigkeit, Immunreaktionen zu unterdrücken, was auf einen vielversprechenden Ansatz für die Entwicklung wirksamerer Zelltherapien bei Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose und Typ-1-Diabetes hindeutet.

Detaillierte Zusammenfassung

Regulatorische T-Zellen (Tregs) sind Friedensstifter des Immunsystems, die Autoimmunerkrankungen verhindern, indem sie den zentralen Transkriptionsfaktor FOXP3 exprimieren. Obwohl Wissenschaftler diese Zellen im Labor für potenzielle Therapien herstellen können, werden sie häufig instabil und verlieren ihre Schutzfunktion, was die klinischen Anwendungsmöglichkeiten einschränkt.

Forscher führten einen umfassenden CRISPR-Screen über das gesamte menschliche Genom durch, um Gene zu identifizieren, die die FOXP3-Expression in primären humanen T-Zellen steuern. Mithilfe fortschrittlicher Einzelzellanalysen testeten sie systematisch, welche Gene, wenn sie ausgeschaltet werden, die Entwicklung regulatorischer T-Zellen fördern würden.

Das Team entdeckte, dass das Protein RBPJ über einen Repressorkomplex mit NCOR als eine wirksame Bremse auf die FOXP3-Expression wirkt. Die Entfernung von RBPJ verbesserte die Differenzierung und Stabilität regulatorischer T-Zellen erheblich. Diese verbesserten Zellen behielten ihre suppressive Funktion durch DNA-Demethylierung wichtiger regulatorischer FOXP3-Regionen länger bei und verankerten dadurch ihre schützende Identität dauerhaft.

In humanisierten Mausmodellen der Graft-versus-Host-Erkrankung zeigten RBPJ-defiziente regulatorische T-Zellen eine überlegene therapeutische Wirksamkeit im Vergleich zu im Labor kultivierten Standardzellen. Der Mechanismus beruht darauf, dass RBPJ FOXP3 direkt über Histonmodifikationen supprimiert – unabhängig von den klassischen Notch-Signalwegen.

Diese Erkenntnisse eröffnen neue molekulare Zielstrukturen zur Verbesserung adoptiver Zelltherapien bei Autoimmunerkrankungen. Durch die gezielte Beeinflussung von RBPJ oder verwandter Signalwege könnten Forscher stabilere und wirksamere regulatorische T-Zell-Therapien für Erkrankungen wie Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis und Typ-1-Diabetes entwickeln.

Wichtigste Erkenntnisse

  • RBPJ protein identified as novel negative regulator of FOXP3 expression in human T cells
  • RBPJ knockout enhanced regulatory T cell stability through DNA demethylation mechanisms
  • Enhanced cells showed superior therapeutic efficacy in graft-versus-host disease models
  • RBPJ suppresses FOXP3 through direct histone modifications independent of Notch signaling
  • Genome-wide CRISPR screen revealed multiple new regulators of regulatory T cell development

Methodik

Genomweiter CRISPR-Funktionsverlust-Screen in primären humanen T-Zellen mit Einzelzell-Auflösungsanalyse mittels Perturb-icCITE-seq. Funktionale Validierung in humanisierten Mausmodellen der Graft-versus-Host-Erkrankung.

Studienlimitierungen

Studie basiert auf In-vitro-Systemen und Mausmodellen; die klinische Wirksamkeit beim Menschen muss noch nachgewiesen werden. Die Langzeitsicherheit von RBPJ-modifizierten Zellen bedarf weiterer Untersuchungen.

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