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Fatmax tritt bei den meisten Sporttreibenden bei niedrigerer Intensität auf als die Laktatschwelle

Eine Meta-Analyse von 42 Studien zeigt, dass Fatmax etwa 6 % VO2 max unterhalb der Laktatschwelle liegt – der Abstand verringert sich jedoch unter bestimmten Bedingungen.

Freitag, 22. Mai 2026 5 Aufrufe
Veröffentlicht in Med Sci Sports Exerc
A person running on a treadmill in a sports science lab wearing a metabolic mask connected to a gas analyzer, with a researcher monitoring data on a nearby screen

Zusammenfassung

Forscher analysierten 42 Studien, um zu ermitteln, ob die Trainingsintensität für die maximale Fettverbrennung (Fatmax) mit der Laktat- oder Gasschwelle übereinstimmt. Die Metaanalyse ergab, dass Fatmax deutlich niedriger liegt – etwa 5,78 % VO2 max, 22 Watt oder 11 Schläge pro Minute unterhalb der Laktatschwelle. Der Abstand verringert sich jedoch erheblich bei jüngeren, wenig aktiven Personen, bei kürzeren Fastenperioden sowie bei laufbandbasierten Protokollen über zwei Sitzungen. Dies hat praktische Bedeutung: Die Laktatschwelle lässt sich weitaus einfacher messen als Fatmax. Stimmen beide Werte bei bestimmten Bevölkerungsgruppen überein, könnten Kliniker und Trainer die Laktatschwellenmessung als Näherungswert für das Fettoxidationsmaximum nutzen – was die Bestimmung von Trainingsbereichen und die Stoffwechselbeurteilung vereinfacht, ohne dass spezialisierte Atemgasanalysegeräte erforderlich wären.

Detaillierte Zusammenfassung

Genau zu wissen, bei welcher Belastungsintensität die maximale Fettoxidation auftritt, hat konkrete Auswirkungen sowohl auf die sportliche Leistung als auch auf die Stoffwechselgesundheit. Training nahe dem Fatmax – der Intensität, bei der der Körper Fett mit maximaler Rate verbrennt – ist relevant für das Gewichtsmanagement, die Energieversorgungsstrategie im Ausdauersport und das Management von Stoffwechselerkrankungen. Die Laktatschwelle (LT) und die Gasaustauschschwelle (GET) sind besser etablierte und leichter messbare Marker der Belastungsintensität. Ob diese Schwellen mit dem Fatmax zusammenfallen, wird seit Jahren diskutiert, wobei die Studienergebnisse uneinheitlich sind.

Dieses systematische Review mit Meta-Analyse fasste Daten aus 42 Studien mit gesunden Erwachsenen zusammen, um die absolute Übereinstimmung zwischen Fatmax und LT/GET zu bestimmen und zu ermitteln, welche Studiendesign- oder Teilnehmerfaktoren diese Beziehung moderieren. Die durchsuchten Datenbanken umfassten PubMed, MEDLINE, Embase und Scopus bis Januar 2025. Zur Analyse wurde eine Random-Effects-Multilevel-Meta-Analyse verwendet, um die Belastungsintensitäten an diesen Schwellen zu vergleichen.

Das zentrale Ergebnis: Fatmax tritt bei einer deutlich niedrigeren Belastungsintensität auf als LT/GET – etwa 5,78 % VO2 max, 4,75 ml/min/kg VO2, 22 Watt oder 11 Schläge pro Minute niedriger (Effektgröße = 0,74). Dies ist ein mittelgroßer bis großer Effekt, was darauf hindeutet, dass die beiden Schwellen im Allgemeinen nicht austauschbar sind.

Moderatoranalysen offenbarten jedoch wichtige Nuancen. Die Lücke zwischen Fatmax und LT/GET war kleiner bei jüngeren, inaktiven Personen (unter 20 Jahren), wenn die Testung nach einer Fastenperiode von weniger als sechs Stunden durchgeführt wurde, und wenn laufbandbasierte Zweisitzungsprotokolle verwendet wurden. Unter diesen spezifischen Bedingungen könnte die LT/GET als vertretbares Surrogat für Fatmax dienen, wenn keine indirekte Kalorimetrie verfügbar ist.

Für Kliniker und Sportwissenschaftler bedeutet dies, dass die Verwendung von Herzfrequenz oder Leistung an der Laktatschwelle als Ersatz für den Fettoxidationsgipfel die tatsächliche Fatmax-Intensität generell überschätzt. Fitnessniveau, Alter, Geschlecht, Ernährungsstatus und Testmethodik beeinflussen diese Beziehung und sollten bei der Planung von Bewegungsempfehlungen zur Maximierung des Fettstoffwechsels berücksichtigt werden.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Fatmax occurs ~5.78% VO2max and ~11 bpm below the lactate/gas-exchange threshold on average.
  • The effect size was 0.74, indicating a moderate-to-large difference between Fatmax and LT/GET.
  • Younger sedentary individuals show a smaller gap between Fatmax and lactate threshold.
  • Short fasting (<6 hours) and treadmill two-session protocols narrow the Fatmax–LT difference.
  • LT/GET can serve as a Fatmax proxy in specific populations when direct measurement isn't feasible.

Methodik

Eine systematische Übersichtsarbeit und Random-Effects-Multilevel-Metaanalyse von 42 Studien, die in PubMed, MEDLINE, Embase und Scopus von Beginn an bis Januar 2025 durchsucht wurden. Eingeschlossen wurden ausschließlich Studien, die sowohl Fatmax- als auch LT/GET-Messungen bei gesunden Erwachsenen berichteten. Univariate Moderatoranalysen bewerteten den Einfluss von Teilnehmermerkmalen, Ernährungsstatus, Studiendesign, Testprotokoll und analytischen Methoden.

Studienlimitierungen

Die Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, da der Volltext nicht verfügbar war; spezifische Subgruppenanalysen und Risikobewertungen für Verzerrungen konnten nicht geprüft werden. Die 42 eingeschlossenen Studien unterscheiden sich wahrscheinlich hinsichtlich der demografischen Merkmale der Stichproben, der Trainingsmodalitäten und der Analysemethoden, was die Verallgemeinerbarkeit der gepoolten Schätzwerte einschränken kann. Die Moderatoranalysen waren univariat durchgeführt, was komplexe Wechselwirkungen zwischen Teilnehmer- und Methodenvariablen möglicherweise nicht erfasst.

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