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Fünf Risikofaktoren verkürzen die Lebenserwartung um mehr als ein Jahrzehnt

Globale Studie mit über 2 Millionen Menschen zeigt, wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, Fettleibigkeit und hoher Cholesterinspiegel die Lebenserwartung drastisch verkürzen.

Freitag, 3. April 2026 34 Aufrufe
Veröffentlicht in N Engl J Med
a middle-aged doctor checking blood pressure on a patient's arm with a digital monitor in a modern clinic setting

Zusammenfassung

Eine groß angelegte globale Studie mit über 2 Millionen Menschen aus 133 Kohorten ergab, dass das Vorliegen aller fünf wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren im Alter von 50 Jahren die Lebenserwartung um mehr als 10 Jahre verkürzt. Die fünf Faktoren – Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes, Adipositas und Rauchen – erhöhen das lebenslange Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dramatisch auf 38 % bei Männern und 24 % bei Frauen. Menschen ohne diese Risikofaktoren gewannen mehr als 13 zusätzliche herzgesunde Jahre und 11–14 zusätzliche Lebensjahre insgesamt. Die Kontrolle des Blutdrucks im fünften Lebensjahrzehnt bot den größten kardiovaskulären Nutzen, während das Aufhören mit dem Rauchen den größten Vorteil für das Gesamtüberleben brachte.

Detaillierte Zusammenfassung

Diese wegweisende Studie analysierte Daten von über 2 Millionen Teilnehmern aus 39 Ländern, um zu quantifizieren, wie fünf klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren die gesundheitlichen Langzeitergebnisse beeinflussen. Die Untersuchung zählt zu den größten ihrer Art und beleuchtet, wie veränderbare Risikofaktoren sowohl das kardiovaskuläre-Krankheitsfreie Überleben als auch die Gesamtlebenserwartung beeinflussen.

Die Forscher verfolgten die Teilnehmer vom 50. bis zum 90. Lebensjahr und untersuchten das Vorhandensein oder Fehlen von fünf wesentlichen Risikofaktoren: Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes, Adipositas/Untergewicht und Rauchen. Sie berechneten das lebenslange Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tod und schätzten zusätzlich, wie viele gesunde Lebensjahre durch die Vermeidung dieser Risikofaktoren gewonnen werden können.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert. Menschen mit allen fünf Risikofaktoren hatten ein lebenslanges Risiko von 38 % (Männer) bzw. 24 % (Frauen), eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Demgegenüber gewannen Personen ohne Risikofaktoren 13,3 zusätzliche Jahre frei von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Frauen) bzw. 10,6 Jahre (Männer). Die Gesamtlebenserwartung stieg um 14,5 Jahre bei Frauen und 11,8 Jahre bei Männern, wenn keine Risikofaktoren vorlagen.

Die Studie identifizierte zudem, welche Maßnahmen den größten Nutzen bringen, wenn sie in der Lebensmitte ergriffen werden. Die Kontrolle von Bluthochdruck im Alter zwischen 55 und 60 Jahren erbrachte die meisten zusätzlichen Jahre frei von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, während ein Rauchstopp im selben Altersbereich den größten Überlebensvorteil insgesamt bot.

Diese Erkenntnisse unterstreichen den tiefgreifenden Einfluss vermeidbarer Risikofaktoren auf die gesunde Lebensspanne und Lebenserwartung. Die Untersuchung liefert überzeugende Belege dafür, dass eine konsequente Risikofaktorenmodifikation in der Lebensmitte mehr als ein Jahrzehnt gesunder Lebensjahre hinzufügen kann – ein gewichtiges Argument für die Priorisierung kardiovaskulärer Präventionsstrategien.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Having all five cardiovascular risk factors at age 50 reduces life expectancy by 11-14 years
  • People without any risk factors gain 10-13 additional years free of heart disease
  • Controlling blood pressure in your 50s provides the biggest cardiovascular disease prevention benefit
  • Quitting smoking in midlife offers the greatest overall survival advantage
  • Lifetime cardiovascular disease risk reaches 38% in men and 24% in women with all risk factors

Methodik

Diese Analyse harmonisierte Daten auf Individualebene von 2.078.948 Teilnehmern aus 133 Kohorten aus 39 Ländern und 6 Kontinenten. Die Forscher schätzten das Lebenszeitrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gesamtmortalität bis zum Alter von 90 Jahren auf Basis der bei 50-Jährigen vorhandenen Risikofaktoren.

Studienlimitierungen

Diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, was eine detaillierte Bewertung der Methodik einschränkt. Das Beobachtungsdesign der Studie kann keine Kausalität belegen, und die Ergebnisse sind möglicherweise nicht gleichermaßen auf alle Bevölkerungsgruppen übertragbar, trotz des globalen Umfangs der Studie.

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