Longevity & AgingForschungsarbeitOpen Access

GrimAge Epigenetische Uhren Sagen Sterberisiko in Großer Studie Zuverlässig Voraus

Eine Analyse von 1.942 Personen zeigt, dass die epigenetischen Uhren GrimAge und GrimAge2 andere Altersbiomarker bei der Vorhersage von Mortalität übertreffen.

Donnerstag, 2. April 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in Epigenetics
scientist examining DNA methylation data on computer screens showing colorful heat maps and survival curves in modern laboratory

Zusammenfassung

Forscher analysierten 11 verschiedene epigenetische Uhren bei 1.942 Erwachsenen, um zu ermitteln, welche das Sterblichkeitsrisiko am besten vorhersagt. Nur GrimAge und GrimAge2 zeigten über einen Nachbeobachtungszeitraum von 17 Jahren starke, lineare Zusammenhänge mit dem Tod durch alle Ursachen, Krebs und Herzerkrankungen. Diese auf DNA-Methylierung basierenden Biomarker übertrafen andere Alterungsuhren wie HorvathAge und PhenoAge deutlich. Die Ergebnisse bestätigen GrimAge-Uhren als überlegene Instrumente zur Beurteilung des biologischen Alterns und des Sterblichkeitsrisikos in klinischen und Forschungskontexten.

Detaillierte Zusammenfassung

Diese umfassende Studie validiert, welche epigenetischen Alterungs-Biomarker das Mortalitätsrisiko am genauesten vorhersagen, und liefert damit wichtige Orientierung für die Langlebigkeitsforschung und die klinische Praxis.

Die Forscher analysierten Daten von 1.942 NHANES-Teilnehmern (Medianalter 65 Jahre), die bis zu 17 Jahre lang beobachtet wurden, und verglichen dabei 11 verschiedene epigenetische Uhren, darunter HorvathAge, PhenoAge, GrimAge und das neuere GrimAge2. Diese Uhren nutzen DNA-Methylierungsmuster zur Schätzung des biologischen Alters, wobei die „Altersbeschleunigung" misst, um wie viele Jahre das biologische Alter einer Person ihr kalendarisches Alter übersteigt.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert: Nur die Altersbeschleunigung von GrimAge und GrimAge2 zeigte konsistente, lineare Zusammenhänge mit dem Mortalitätsrisiko. Beide Uhren sagten die Gesamtmortalität, krebsbedingte Todesfälle und kardiale Todesfälle in den meisten demografischen Untergruppen signifikant vorher. Andere weit verbreitete Uhren wie HorvathAge und PhenoAge zeigten schwächere oder inkonsistente Assoziationen mit dem Sterberisiko.

Während des Beobachtungszeitraums verstarben 997 Teilnehmer (51 %), darunter 204 krebsbedingte und 262 kardiale Todesfälle. Mithilfe anspruchsvoller statistischer Modellierung stellten die Forscher fest, dass eine höhere GrimAge-Beschleunigung konsistent ein erhöhtes Mortalitätsrisiko vorhersagte, während andere Uhren variable oder nicht-lineare Muster zeigten, die ihren Vorhersagewert einschränkten.

Diese Erkenntnisse haben wichtige Implikationen für die Langlebigkeitsforschung und die klinische Praxis. GrimAge-Uhren könnten dabei helfen, Personen mit erhöhtem Risiko für einen vorzeitigen Tod zu identifizieren, präventive Maßnahmen zu steuern und als Biomarker in der Anti-Aging-Forschung zu dienen. Die große Stichprobengröße und der lange Beobachtungszeitraum der Studie stärken das Vertrauen in diese Ergebnisse, wenngleich die Analyse auf ältere Erwachsene beschränkt war und möglicherweise nicht auf jüngere Bevölkerungsgruppen übertragbar ist.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Only GrimAge and GrimAge2 clocks showed linear associations with mortality risk
  • Both clocks predicted all-cause, cancer, and cardiac death equally well
  • Other popular aging clocks like HorvathAge showed weaker mortality prediction
  • Results were consistent across most demographic and health subgroups
  • GrimAge clocks outperformed alternatives in statistical model comparisons

Methodik

Retrospektive Kohortenstudie mit 1.942 NHANES-Teilnehmern, die über einen medianen Zeitraum von 208 Monaten nachverfolgt wurden. Zur Bewertung von Sterblichkeitsassoziationen wurden eingeschränkte kubische Spline-Modelle und Cox-Regressionen eingesetzt, wobei 11 epigenetische Uhren miteinander verglichen wurden.

Studienlimitierungen

Die Studie beschränkt sich auf ältere Erwachsene (Medianalter 65 Jahre), was die Übertragbarkeit auf jüngere Bevölkerungsgruppen einschränken könnte. Das Beobachtungsdesign erlaubt keine Kausalaussagen zwischen epigenetischer Altersbeschleunigung und Mortalität.

Hat dir diese Zusammenfassung gefallen?

Erhalte die neueste Longevity-Forschung jede Woche in deinen Posteingang.

E-Mail-Adresse zum Abonnieren eingeben: