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Left Bundle Branch Pacing reduziert das Kardiomyopathie-Risiko im Vergleich zur rechtsventrikulären Stimulation um 67 %

Eine randomisierte kontrollierte Studie mit 160 Patienten zeigt, dass LBBP schrittmacherinduzierte Kardiomyopathien deutlich reduziert und die Herzfunktion über 3 Jahre hinweg erhält.

Montag, 27. April 2026 2 Aufrufe
Veröffentlicht in J Am Coll Cardiol
A cardiologist reviewing a pacemaker lead placement diagram on a monitor in a cardiac catheterization lab, with ECG tracings visible on a secondary screen

Zusammenfassung

Für Patienten, die stark auf Herzschrittmacher angewiesen sind, spielt die Platzierung der Stimulationselektrode eine entscheidende Rolle. Diese randomisierte Studie verglich die Stimulation des linken Tawara-Schenkels (LBBP), einen neueren physiologischen Ansatz, mit der herkömmlichen rechtsventrikulären Stimulation (RVP) bei 160 Hochrisikopatienten über einen Zeitraum von drei Jahren. LBBP reduzierte das kombinierte Risiko aus Tod, Herzinsuffizienz-bedingten Krankenhausaufenthalten und stimulationsinduzierter Kardiomyopathie um nahezu 70 %. Der Nutzen wurde hauptsächlich durch einen drastischen Rückgang der stimulationsinduzierten Kardiomyopathie getrieben – von 18 % unter RVP auf lediglich 6,5 % unter LBBP. Patienten mit LBBP zeigten zudem eine deutlich bessere Herzpumpfunktion, kleinere Herzabmessungen und eine verbesserte funktionelle Belastbarkeit. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass LBBP als bevorzugte Stimulationsstrategie für Patienten mit hohem Risiko einer kardialen Dysfunktion ernsthaft in Betracht gezogen werden sollte.

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Detaillierte Zusammenfassung

Herzschrittmacher retten Leben, doch der herkömmliche Ansatz — die rechtsventrikuläre Stimulation (RVP) — hat einen bekannten Nachteil: Bei Patienten, die häufig stimuliert werden müssen, kann sie das Herz schrittweise schwächen, ein Zustand, der als stimulationsinduzierte Kardiomyopathie (PICM) bezeichnet wird. Die Stimulation des linken Tawara-Schenkels (LBBP) ist eine neuere Technik, die elektrische Signale näher am natürlichen Erregungsleitungssystem des Herzens abgibt und so möglicherweise die normale mechanische Funktion erhält. Diese Studie ist die erste multizentrische randomisierte kontrollierte Untersuchung, die diese beiden Strategien bei Patienten mit erhöhtem kardialem Risiko direkt vergleicht.

Die LBBP-FAVOUR-Studie schloss 160 Patienten mit hoher Stimulationslast und erhöhtem Risiko einer kardialen Dysfunktion aus mehreren chinesischen medizinischen Zentren ein. Die Teilnehmer wurden im Verhältnis 1:1 LBBP oder RVP zugeteilt und über einen medianen Zeitraum von 36 Monaten nachbeobachtet. Der primäre zusammengesetzte Endpunkt umfasste Gesamtmortalität, Herzinsuffizienz-bedingte Krankenhauseinweisungen und PICM.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert. Der primäre zusammengesetzte Endpunkt trat bei lediglich 11,6 % der LBBP-Patienten gegenüber 33,9 % der RVP-Patienten auf — eine relative Risikoreduktion von 69 %. Dies war hauptsächlich auf PICM zurückzuführen, die bei 6,5 % der LBBP-Patienten gegenüber 18,2 % der RVP-Patienten auftrat. Gesamtmortalität und Herzinsuffizienz-bedingte Krankenhauseinweisungen unterschieden sich zwischen den Gruppen nicht signifikant, was wahrscheinlich auf die vergleichsweise kleine Stichprobengröße und den moderaten Nachbeobachtungszeitraum zurückzuführen ist.

Echokardiographische Daten untermauerten die klinischen Befunde. LBBP-Patienten zeigten nach 36 Monaten eine signifikant bessere linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF verbesserte sich um zusätzliche 5,34 Prozentpunkte), kleinere linksventrikuläre Dimensionen und bessere NYHA-Funktionsklassenwerte — alles Hinweise auf ein gesünderes und leistungsfähigeres Herz.

Zu den Einschränkungen zählen die vergleichsweise kleine Stichprobengröße, der Einzelland-Rahmen sowie der Umstand, dass diese Zusammenfassung ausschließlich auf dem Abstract basiert. Größere internationale Studien sind erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen und eine breitere klinische Einführung von LBBP zu unterstützen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • LBBP reduced the composite endpoint of death, HF hospitalization, or PICM by 69% vs RVP over 36 months.
  • Pacing-induced cardiomyopathy occurred in 6.5% of LBBP patients vs 18.2% of RVP patients.
  • LBBP patients gained 5.34 additional LVEF percentage points compared to RVP at 36 months.
  • Left ventricular dimensions were significantly smaller in LBBP group, indicating less cardiac remodeling.
  • NYHA functional class was meaningfully better in LBBP patients at 3-year follow-up.

Methodik

Prospektive, multizentrische, randomisierte kontrollierte Studie mit 160 Patienten mit hoher Stimulationsbelastung und erhöhtem Risiko für eine kardiale Dysfunktion, die im Verhältnis 1:1 auf LBBP oder RVP randomisiert wurden. Der mediane Follow-up-Zeitraum betrug 36 Monate. Der primäre Endpunkt war ein zusammengesetzter Endpunkt aus Gesamtmortalität, Herzinsuffizienz-Hospitalisierung und stimulationsinduzierter Kardiomyopathie.

Studienlimitierungen

Die Studie umfasste lediglich 160 Patienten aus chinesischen Zentren, was die Übertragbarkeit auf eine breitere Bevölkerung einschränkt. Für Gesamtmortalität und Herzinsuffizienz-bedingte Krankenhauseinweisungen wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt, was möglicherweise auf eine unzureichende statistische Aussagekraft für diese Endpunkte zurückzuführen ist. Diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, da der Volltext nicht verfügbar war.

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