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Niedrig dosiertes Kreatin erhöht den Kreatinspiegel im Gehirn und verbessert die Kognition bei Frauen in den Wechseljahren

Eine randomisierte Studie zeigt, dass 1.500 mg/Tag Creatinhydrochlorid die Reaktionszeit, den frontalen Gehirn-Creatin-Spiegel und das Lipidprofil bei Frauen in den Wechseljahren verbessert.

Freitag, 5. Juni 2026 0 Aufrufe
Veröffentlicht in J Am Nutr Assoc
A middle-aged woman at a sunlit kitchen table holding a glass of water, brain MRI scan glowing softly on a tablet beside her.

Zusammenfassung

Eine doppelblinde RCT an 36 peri- und postmenopausalen Frauen testete zwei Dosierungen von Kreatinhydrochlorid sowie eine Kombination aus Kreatinhydrochlorid und Kreatinethylester über 8 Wochen gegen Placebo. Die mittlere Dosierung (1.500 mg/Tag) übertraf Placebo hinsichtlich Reaktionszeit, frontaler Kreatinkonzentration im Gehirn gemessen durch Neuroimaging sowie Serumlipidprofilen. Zudem zeigte sich ein Trend zu einer geringeren Schwere von Stimmungsschwankungen. Bereits niedrige Dosierungen, die deutlich unter den üblichen sportlichen Protokollen liegen (typischerweise 3–5 g/Tag), erwiesen sich als wirksam, was darauf hindeutet, dass Kreatinformen mit verbesserter Löslichkeit eine praktische und sichere Ernährungsstrategie für die kognitiven und metabolischen Herausforderungen des Menopausenübergangs darstellen könnten.

Detaillierte Zusammenfassung

Die Menopause ist mit sinkenden Östrogenspiegeln verbunden, die den zerebralen Energiestoffwechsel, die Kognition, die Stimmung und das kardiovaskuläre Risiko beeinflussen – Herausforderungen, für die sichere und zugängliche Interventionen nach wie vor begrenzt sind. Kreatin spielt eine zentrale Rolle bei der zerebralen Energiepufferung, und niedrigere Kreatinspiegel im Gehirn wurden mit kognitivem Abbau in Verbindung gebracht. Diese Studie untersuchte, ob neuartige Kreatinformulierungen mit hoher Löslichkeit in niedrigen Dosierungen diese Lücken schließen könnten.

Die CONCRET-MENOPA-Studie schloss 36 scheinbar gesunde peri- und postmenopausale Frauen (Durchschnittsalter ~50 Jahre) in einem randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Design ein. Die Teilnehmerinnen erhielten über 8 Wochen eine von vier Interventionen: niedrig dosiertes Kreatinhydrochlorid (750 mg/Tag), mittel dosiertes Kreatinhydrochlorid (1.500 mg/Tag), eine Kombination aus Kreatinhydrochlorid und Kreatinethylester (800 mg/Tag gesamt) oder Placebo. Kognitive Funktionen, Kreatinkonzentrationen im Gehirn, Serumbiochemie und klinische Symptome wurden vor und nach der Intervention erfasst.

Die Gruppe mit mittlerer Kreatinhydrochlorid-Dosierung zeigte die stärksten Ergebnisse. Die Reaktionszeit verbesserte sich um 1,2 %, während sie sich in der Placebogruppe um 6,6 % verschlechterte (p < 0,01). Die frontalen Kreatinspiegel im Gehirn stiegen um 0,9 %, verglichen mit einem Rückgang von 16,4 % in der Placebogruppe (p < 0,01). Auch die Serumlipidprofile verbesserten sich signifikant (p < 0,05), und es zeigte sich ein knapp nicht signifikanter Trend zu einer geringeren Schwere von Stimmungsschwankungen (p = 0,06). Alle Formulierungen wurden gut vertragen, und es traten keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse auf.

Diese Befunde sind bemerkenswert, da die wirksamen Dosierungen weit unter den üblichen Protokollen mit Kreatinmonohydrat liegen, was gastrointestinale Nebenwirkungen potenziell reduziert und die Therapietreue verbessert. Die Fähigkeit, den Kreatinspiegel im Gehirn in einer Phase natürlich nachlassender Energieversorgung aufrechtzuerhalten und zu steigern, ist klinisch bedeutsam.

Wesentliche Einschränkungen umfassen die geringe Stichprobengröße (n=36 auf vier Gruppen verteilt), die kurze Dauer von 8 Wochen sowie den Umstand, dass die Studie bislang nur als Abstract vorliegt, was eine vollständige methodische Überprüfung erschwert. Größere und längere Studien sind erforderlich.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Medium-dose creatine HCl (1,500 mg/day) improved reaction time vs. placebo decline (1.2% vs. 6.6%; p<0.01).
  • Frontal brain creatine levels increased with medium-dose vs. a 16.4% drop in the placebo group (p<0.01).
  • Serum lipid profiles improved significantly with medium-dose creatine hydrochloride (p<0.05).
  • A near-significant trend toward reduced mood swing severity was observed (p=0.06).
  • All creatine formulations were well tolerated with no severe adverse effects over 8 weeks.

Methodik

Doppelblinde, placebokontrollierte RCT mit 36 perimenopausalen und menopausalen Frauen, die über 8 Wochen auf vier Studienarme randomisiert wurden. Zu den Endpunkten zählten kognitive Tests, Kreatinspiegel im Gehirn (wahrscheinlich mittels MR-Spektroskopie), Serum-Biomarker und Symptombeurteilungen. Registriert bei ClinicalTrials.gov (NCT06660004).

Studienlimitierungen

Die Studie ist klein (n=36, aufgeteilt auf vier Gruppen), was die statistische Aussagekraft und Generalisierbarkeit einschränkt. Die Dauer von 8 Wochen reicht nicht aus, um langfristige Sicherheit oder anhaltende kognitive Vorteile zu beurteilen. Die vollständige Methodik konnte nicht überprüft werden, da nur das Abstract verfügbar war.

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