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Neuer Bluttest sagt Herzerkrankungsrisiko mithilfe einer metabolischen Alterungsuhr voraus

Wissenschaftler haben eine metabolomische Altersuhr entwickelt, die 249 Blutmetaboliten nutzt und das kardiovaskuläre Erkrankungsrisiko bei nahezu 200.000 Menschen präzise vorhersagt.

Dienstag, 31. März 2026 0 Aufrufe
Veröffentlicht in Metabolism
Colorful molecular structures of metabolites floating in blood plasma with a heart silhouette in the background, representing metabolic aging

Zusammenfassung

Forscher entwickelten eine neue biologische Altersuhr auf Basis von 249 Blutmetaboliten aus Daten von fast 200.000 UK Biobank-Teilnehmern. Diese metabolomische Altersuhr sagte das phänotypische Alter präzise voraus und war stark mit sieben Arten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert, darunter Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herzinsuffizienz. Die Uhr korrelierte zudem mit altersbedingten Veränderungen wie verkürzten Telomeren, zunehmendem Gebrechlichkeitsgefühl und verlangsamten Reaktionszeiten. In Kombination mit bestehenden Herz-Kreislauf-Risikoscores verbesserte sie die Vorhersagegenauigkeit für Erkrankungen moderat. Die genetische Analyse identifizierte 91 genomische Regionen, die mit metabolischem Altern in Verbindung stehen, wobei die Leber eine zentrale Rolle spielt.

Detaillierte Zusammenfassung

Diese bahnbrechende Studie schließt eine wichtige Lücke in der Alternsforschung, indem sie eine umfassendere biologische Altersuhr entwickelt, die die Vorhersage und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen revolutionieren könnte.

Forscher analysierten Blutproben von 196.790 Teilnehmern der UK Biobank und maßen 249 verschiedene Metaboliten, um eine metabolomische Altersuhr zu erstellen. Im Gegensatz zu früheren Altersuhren erfasst dieser Ansatz die komplexen Stoffwechselveränderungen, die mit dem Alter auftreten, und liefert damit einen differenzierteren Blick auf die biologischen Alterungsprozesse.

Die Ergebnisse waren bemerkenswert aussagekräftig. Die metabolomische Uhr sagte das phänotypische Alter mit einer Korrelation von 0,90 präzise voraus und war signifikant mit sieben schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert, darunter Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzinsuffizienz und Aortenaneurysmen. Bedeutsam ist zudem, dass sie auch mit körperlichen Alterungsmarkern korrelierte, wie Telomerverkürzung, zunehmendem Gebrechlichkeitsgrad und kognitivem Abbau, gemessen anhand der Reaktionszeit.

Als Forscher diese metabolomische Uhr mit bestehenden Instrumenten zur Beurteilung des kardiovaskulären Risikos kombinierten, erzielten sie moderate, aber bedeutsame Verbesserungen bei der Vorhersage, welche Personen eine Herzerkrankung entwickeln würden. Genetische Analysen ergaben 91 genomische Regionen, die mit metabolischem Altern assoziiert sind, wobei die Leber als Schlüsselorgan in diesem Prozess hervortrat.

Diese Forschung könnte zu personalisierten Ansätzen in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen und Ärzten ermöglichen, Hochrisikopatienten früher zu identifizieren und wirksamer einzugreifen. Die Studie war jedoch beobachtend angelegt und konzentrierte sich vorwiegend auf Personen europäischer Abstammung, was die breitere Anwendbarkeit einschränkt.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Metabolomic aging clock using 249 blood metabolites accurately predicted biological age (r=0.90)
  • Strong association with seven cardiovascular diseases but not dementia
  • Correlated with telomere length, frailty index, and cognitive decline markers
  • Identified 91 genetic loci linked to metabolic aging, highlighting liver's central role
  • Modestly improved cardiovascular risk prediction when combined with existing tools

Methodik

Groß angelegte Beobachtungsstudie mit UK Biobank-Daten von 196.790 Teilnehmern. Die Forscher maßen 249 Plasmametabolite und trainierten die Uhr zur Vorhersage des phänotypischen Alters, um anschließend Zusammenhänge mit dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und genetischen Faktoren zu untersuchen.

Studienlimitierungen

Die Studie war beobachtend und kann keine Kausalität nachweisen. Die Population bestand überwiegend aus Personen europäischer Abstammung, was die Generalisierbarkeit einschränkt. Die Verbesserung der kardiovaskulären Risikovorhersage war bescheiden, und die Uhr sagte das Demenzrisiko nicht vorher.

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