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Krafttraining steigert Kraft und Funktionsfähigkeit bei 100-Jährigen

Eine multizentrische Studie untersucht, ob 12 Wochen Krafttraining die Gebrechlichkeit, Muskelkraft und Lebensqualität bei Hundertjährigen verbessern können.

Samstag, 27. Juni 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in Exercise & Cardiovascular Aging
An elderly woman in her late nineties seated in a nursing home gym, gripping resistance bands with a physical therapist guiding her form

Zusammenfassung

Die meisten sportwissenschaftlichen Studien konzentrieren sich auf Menschen in ihren 60ern oder 70ern – eine erhebliche Lücke bleibt dabei offen: Was wirkt bei Menschen ab 100 Jahren? Diese abgeschlossene Studie der Universidad de Zaragoza ging dieser Frage direkt nach, indem sie institutionalisierte Hundertjährige ein strukturiertes 12-wöchiges Krafttraining absolvierten. Die Forscher erfassten ein breites Spektrum an Ergebnissen, darunter Gebrechlichkeit, Muskelleistung, körperliche Funktion, Kraft, Selbstständigkeit, kardiovaskuläre Gesundheit, kognitive Funktion und Lebensqualität. Mit 19 Teilnehmern, die über mehrere Pflegeheimstandorte hinweg eingeschlossen wurden, ist die Studie zwar klein, aber historisch bedeutsam – Krafttraining-Studien mit echten Hundertjährigen sind außerordentlich selten. Die Ergebnisse haben das Potenzial, die klinische Herangehensweise an Trainingsempfehlungen am äußersten Ende des Altersspektrums grundlegend zu verändern, und legen nahe, dass es für den Nutzen eines strukturierten körperlichen Trainings möglicherweise nie zu spät ist.

Detaillierte Zusammenfassung

Da die Weltbevölkerung altert, steigt die Zahl der Hundertjährigen rapide – dennoch ist diese Gruppe in der klinischen Bewegungsforschung nahezu vollständig abwesend. Die meisten Interventionsstudien beenden die Rekrutierung mit 80 oder 85 Jahren, sodass Fachleuten kaum Evidenz zur Verfügung steht, um Empfehlungen zur körperlichen Aktivität für die Hochbetagten zu begründen. Diese multizentrische Studie der Universidad de Zaragoza in Spanien ist einer der ersten kontrollierten Versuche, Krafttraining gezielt bei Erwachsenen ab 100 Jahren zu evaluieren, die in institutionellen Pflegeeinrichtungen leben.

Die Studie umfasste 19 Hundertjährige aus mehreren Pflegeheimen und unterzog sie einem 12-wöchigen, betreuten Krafttrainingsprogramm. Die Forschenden erhoben ein ungewöhnlich umfassendes Set an Ergebnisparametern: Frailty-Status, muskuläre Leistungsabgabe, körperliche Funktion, Muskelkraft, funktionelle Selbstständigkeit, gewohnte körperliche Aktivitätsniveaus, kardiovaskuläre Gesundheitsmarker, kognitive Funktion sowie selbstberichtete Lebensqualität. Die Breite der Messungen spiegelt ein ernsthaftes Bemühen wider zu verstehen, ob die Trainingseffekte in dieser Altersgruppe eng begrenzt oder weitreichend sind.

Da die Studie als abgeschlossen gelistet ist, wurden vermutlich Ergebnisse generiert, obwohl das veröffentlichte Abstract keine spezifischen Ergebnisdaten offenbart. Die Einbeziehung von Sicherheitsmonitoring neben Wirksamkeitsmaßen ist besonders bedeutsam – Stürze, kardiovaskuläre Ereignisse und muskuloskelettale Verletzungen sind legitime Risiken bei gebrechlichen Hundertjährigen, und die Dokumentation des Sicherheitsprofils von Krafttraining in dieser Bevölkerungsgruppe ist an sich schon ein wertvoller Beitrag.

Die klinischen Implikationen sind erheblich. Wenn selbst ein 12-wöchiges Programm Frailty-Scores messbar verändern oder die Muskelleistung bei Hundertjährigen verbessern kann, stellt dies die tief verwurzelte Annahme in Frage, dass intensives Training im hohen Alter ungeeignet oder wirkungslos ist. Für Heimärzte und Geriater könnte dies die Einführung strukturierter Krafttrainingsprotokolle für ihre ältesten Bewohner rechtfertigen.

Die Vorbehalte sind real. Die Stichprobengröße von 19 ist sehr klein, was die statistische Aussagekraft und die Verallgemeinerbarkeit einschränkt. Da im Abstract keine gleichzeitige Kontrollgruppe beschrieben wird, lassen sich Störvariablen nicht vollständig ausschließen. Die Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract; vollständige Ergebnisse sind hier noch nicht öffentlich verfügbar.

Wichtigste Erkenntnisse

  • 12 weeks of resistance training was evaluated for safety and effectiveness in adults aged 100 and over.
  • Outcomes spanned frailty, muscle power, strength, cognition, and quality of life — unusually comprehensive for this age group.
  • The trial is one of the first multicenter resistance training interventions targeting genuine centenarians in nursing homes.
  • Safety was a co-primary concern alongside effectiveness, reflecting the frailty of the enrolled population.
  • Study completion suggests resistance training is at minimum feasible to deliver in institutionalized centenarians.

Methodik

Multizentrisches Interventionsprojekt, das in Pflegeheimen in Spanien durchgeführt wurde. Neunzehn Hundertjährige absolvierten ein 12-wöchiges, betreutes Krafttrainingsprogramm mit Beurteilungen vor und nach der Intervention in den Bereichen körperliche Leistungsfähigkeit, Herz-Kreislauf-Gesundheit, kognitive Funktion und Lebensqualität. Eine Studienphase war nicht anwendbar; die Studie ist als abgeschlossen gelistet und wurde von Januar 2019 bis März 2020 durchgeführt.

Studienlimitierungen

Die Stichprobengröße von 19 Teilnehmern ist sehr klein, was die statistische Aussagekraft und die Möglichkeit, die Ergebnisse auf breitere Zentenarienpopulationen zu verallgemeinern, erheblich einschränkt. Der Abstract beschreibt die Kontrollbedingung nicht im Detail, was es schwierig macht, Trainingseffekte von anderen Variablen zu isolieren. Diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract; vollständige Methodik und Ergebnisdaten standen nicht zur Überprüfung zur Verfügung.

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