Metabolic HealthPressemitteilung

Wissenschaftler entdecken Protein, das diabetische Erblindung vor dem Auftreten von Symptomen auslöst

Neue Forschungsergebnisse identifizieren das LRG1-Protein als frühen Auslöser der diabetischen Retinopathie und eröffnen damit Möglichkeiten für präventionsbasierte Behandlungen.

Samstag, 28. März 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in ScienceDaily Aging
Article visualization: Scientists Find Protein That Triggers Diabetic Blindness Before Symptoms Appear

Zusammenfassung

Wissenschaftler der UCL haben entdeckt, dass ein Protein namens LRG1 diabetische Erblindung auslöst, indem es winzige Blutgefäße in der Netzhaut verengt und die Sauerstoffversorgung unterbricht, bevor überhaupt Symptome auftreten. Dieser Prozess beginnt deutlich früher als bislang angenommen. Bei diabetischen Mäusen verhinderte die Blockierung von LRG1 frühe Netzhautschäden vollständig und erhielt das normale Sehvermögen. Aktuelle Behandlungen wirken nur bei der Hälfte der Patienten und zielen auf ein anderes Protein namens VEGF ab – erst nachdem die Schäden bereits entstanden sind. Die Forschenden haben einen Wirkstoff entwickelt, der auf LRG1 abzielt und möglicherweise bald in klinische Studien am Menschen gehen könnte. Damit bestünde erstmals die Möglichkeit, diabetische Retinopathie zu verhindern, anstatt sie erst nach dem Einsetzen des Sehverlustes zu behandeln.

Detaillierte Zusammenfassung

Diabetische Retinopathie betrifft nahezu ein Drittel aller Erwachsenen mit Diabetes und zählt zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Aktuelle Behandlungen setzen erst ein, wenn Symptome wie verschwommenes Sehen auftreten – zu einem Zeitpunkt, an dem bereits erhebliche irreversible Schäden entstanden sind.

Forscher des UCL entdeckten, dass ein Protein namens LRG1 die frühesten Stadien diabetischer Augenschäden auslöst, indem es Zellen um winzige Blutgefäße der Netzhaut dazu veranlasst, sich übermäßig zusammenzuziehen. Dieses Einengen reduziert die Sauerstoffversorgung der Netzhaut und setzt eine Kaskade in Gang, die schließlich zu Sehbeeinträchtigungen führt. Entscheidend dabei ist, dass dies deutlich früher geschieht als die Aktivität von VEGF, dem Protein, auf das bestehende Therapien abzielen.

In diabetischen Mausmodellen gelang es Wissenschaftlern, die LRG1-Aktivität zu blockieren und frühe Netzhautschäden vollständig zu verhindern, während die normale Augenfunktion erhalten blieb. Dies stellt einen Paradigmenwechsel dar – weg von der Behandlung entstandener Schäden, hin zu deren vollständiger Prävention. Das Team hat bereits ein auf LRG1 abzielendes Medikament entwickelt, das in präklinischen Studien vielversprechende Ergebnisse gezeigt hat.

Die Bedeutung dieser Erkenntnisse ist erheblich, da bestehende VEGF-gerichtete Behandlungen nur bei etwa der Hälfte der Patienten wirken und bereits eingetretene Schäden nicht rückgängig machen können. Ein präventionsorientierter Ansatz könnte Millionen von Menschen mit Diabetes davor schützen, Sehprobleme zu entwickeln. Die Forschung wurde von bedeutenden Organisationen wie Diabetes UK, Moorfields Eye Charity und Wellcome unterstützt, was die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse unterstreicht. Klinische Studien am Menschen für das auf LRG1 abzielende Medikament könnten in naher Zukunft beginnen und damit möglicherweise die erste wirklich präventive Behandlung gegen diabetische Erblindung bieten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • LRG1 protein triggers diabetic retinopathy by constricting retinal blood vessels before symptoms appear
  • Blocking LRG1 in diabetic mice completely prevented early retinal damage and preserved vision
  • Current VEGF-targeting treatments only work for 50% of patients after damage occurs
  • LRG1-targeting drug already developed and moving toward human clinical trials
  • Nearly one-third of adults with diabetes show signs of retinopathy

Methodik

Dieser Nachrichtenbericht fasst peer-reviewed Forschung zusammen, die in Science Translational Medicine veröffentlicht wurde. Die Studie wurde von UCL-Forschern unter Verwendung diabetischer Mausmodelle durchgeführt und von renommierten Organisationen, darunter Diabetes UK und Wellcome, finanziert.

Studienlimitierungen

Die Studie wurde ausschließlich an Mäusen durchgeführt, sodass die Wirksamkeit beim Menschen noch nicht belegt ist. Der Artikel scheint unvollständig zu sein und bricht mitten in einem Satz ab. Klinische Studienzeitpläne und mögliche Nebenwirkungen einer auf LRG1 abzielenden Therapie werden nicht erörtert.

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