Stark verarbeitete Lebensmittel erhöhen das Herzinfarktrisiko in einer großen US-Studie um 67 %
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass der tägliche Verzehr von 9 oder mehr Portionen Chips, Tiefkühlgerichten und verpackten Snacks das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht.
Zusammenfassung
Eine große US-amerikanische Studie mit knapp 7.000 Erwachsenen ergab, dass der Verzehr großer Mengen ultra-verarbeiteter Lebensmittel das Herzerkrankungsrisiko deutlich erhöht. Personen, die täglich etwa 9 Portionen solcher Produkte zu sich nahmen – darunter Chips, Fertiggerichte, zuckerhaltige Getränke und abgepackte Snacks – hatten im Vergleich zu Personen mit nur 1 Portion täglich ein um 67 % höheres Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder kardiale Todesfälle. Das Risiko stieg mit jeder zusätzlichen Portion stetig an – um mehr als 5 % pro Portion –, selbst nach Berücksichtigung der Gesamtkalorienzufuhr, der allgemeinen Ernährungsqualität und bestehender Vorerkrankungen. Dieser Zusammenhang war bei schwarzen Amerikanern besonders ausgeprägt. Die Studie verfolgte Teilnehmende im Alter von 45 bis 84 Jahren ohne bekannte Herzerkrankungen und verwendete detaillierte Ernährungsfragebögen sowie das NOVA-Klassifikationssystem zur Einstufung des Lebensmittelverarbeitungsgrades.
Detaillierte Zusammenfassung
Eine bahnbrechende Studie, die auf der Jahrestagung des American College of Cardiology vorgestellt wurde, zeigt, dass ultra-verarbeitete Lebensmittel eine ernsthafte Bedrohung für die Herzgesundheit darstellen. Forscher analysierten Daten von 6.814 rassisch diversen US-amerikanischen Erwachsenen im Alter von 45–84 Jahren ohne vorbestehende Herzerkrankungen und stellten fest, dass ein hoher Konsum von verpackten Fertigprodukten das kardiovaskuläre Risiko erheblich steigert.
Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Teilnehmer, die täglich etwa 9 Portionen ultra-verarbeiteter Lebensmittel wie Chips, Tiefkühlgerichte, verarbeitetes Fleisch, zuckerhaltige Getränke und verpackte Snacks zu sich nahmen, hatten ein um 67 % höheres Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Herztod im Vergleich zu Personen, die nur 1 Portion konsumierten. Die Gefahr steigt dabei progressiv an: Jede zusätzliche tägliche Portion erhöht das Risiko um mehr als 5 %.
Entscheidend ist, dass dieser Zusammenhang auch dann bestehen blieb, wenn die Forscher für Gesamtkalorienzufuhr, allgemeine Ernährungsqualität, Diabetes, Bluthochdruck, Cholesterinwerte und Adipositas kontrollierten. Der Zusammenhang war besonders ausgeprägt bei schwarzen Amerikanern, was auf potenzielle gesundheitliche Ungleichheiten hindeutet. Die Studie verwendete das NOVA-Klassifikationssystem, um Lebensmittel von unverarbeitet bis ultra-verarbeitet zu kategorisieren.
Diese Erkenntnisse stimmen mit früheren europäischen Forschungsergebnissen überein, liefern jedoch wichtige Einblicke für die diverse amerikanische Bevölkerung. Die Forschung legt nahe, dass die Verarbeitung selbst – und nicht nur Kalorien oder Nährstoffe – kardiovaskulären Schaden verursachen könnte, durch Mechanismen wie Entzündungen, Blutzuckerspitzen und gestörte Sättigungssignale.
Für gesundheitsbewusste Personen unterstreicht diese Studie die Bedeutung der Wahl von vollwertigen, minimal verarbeiteten Lebensmitteln gegenüber praktischen verpackten Alternativen – selbst wenn Portionsgrößen kontrolliert und die allgemeine Ernährungsqualität aufrechterhalten werden.
Wichtigste Erkenntnisse
- Eating 9+ daily servings of ultra-processed foods increases heart disease risk by 67%
- Each additional serving raises cardiovascular event risk by over 5%
- Risk persists regardless of total calories, diet quality, or existing health conditions
- Black Americans showed particularly strong associations between processed foods and heart risk
- Study included 6,814 diverse US adults aged 45-84 without prior heart disease
Methodik
Dieser Nachrichtenbericht fasst Forschungsergebnisse zusammen, die auf der Jahrestagung des American College of Cardiology vorgestellt wurden. Die Studie analysierte Daten aus der etablierten Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis (MESA) mithilfe validierter Ernährungsfragebögen und des NOVA-Klassifikationssystems.
Studienlimitierungen
Dies scheint sich um Konferenzdaten zu handeln, nicht um eine begutachtete Publikation. Das Beobachtungsdesign kann keine Kausalität beweisen, und die Dauer des Langzeit-Follow-ups sowie die spezifischen Ergebnisdefinitionen müssen anhand der Primärforschung überprüft werden.
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