Brain Health40-Hz-Hirnstimulation verbessert Kognition bei Alzheimer-Patienten
Forscher testeten eine nicht-invasive Hirnstimulationstechnik namens transkranielle Wechselstromstimulation (tACS) mit 40 Hz – der Gamma-Frequenz des Gehirns – bei Patienten mit leichter Alzheimer-Erkrankung. Über 15 aufeinanderfolgende Tage mit jeweils 30-minütigen Sitzungen, die auf die Parietallappen abzielten, zeigten die Patienten im Vergleich zu einer Schein-Kontrollgruppe bedeutsame Verbesserungen in den Bereichen globale Kognition, Gedächtnis, Sprache, Aufmerksamkeit und Exekutivfunktion. Auch Verhaltensauffälligkeiten, gemessen anhand des neuropsychiatrischen Inventars, verbesserten sich signifikant. Bildgebende Verfahren des Gehirns zeigten eine stärkere Konnektivität innerhalb des Default-Mode-Netzwerks sowie zwischen wichtigen kognitiven Netzwerken. EEG-Analysen belegten einen verbesserten Informationsfluss aus temporalen und präfrontalen Regionen. Ermutigend ist zudem, dass die Verbesserungen bei einer 10-wöchigen Nachbeobachtung stabil blieben, was darauf hindeutet, dass die Effekte über das Behandlungsfenster hinaus anhalten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass biparietal angewandte 40 Hz tACS eine sichere, praktikable und potenziell wirksame nicht-medikamentöse Option zur Verlangsamung des kognitiven Abbaus bei früher Alzheimer-Erkrankung darstellt.