Longevity & AgingKI-entwickelte Nanopartikel kehren Lebervernarbung um, indem sie winzige Poren in Leberzellen wiederherstellen
Leberfibrose geht mit dem Verlust mikroskopischer Poren (Fenestrierungen) in den sinusoidalen Endothelzellen der Leber (LSECs) einher – ein Prozess, der als Kapillarisierung bezeichnet wird. Mesenchymale Stammzellen (MSCs) können diesen Prozess umkehren, ihr klinischer Einsatz ist jedoch begrenzt. Mithilfe von KI identifizierten Forscher, dass MSCs miR-325-3p sezernieren, eine microRNA, die die LSEC-Fenestrierungen durch Modulation des Zellzytoskeletts wiederherstellt. Anschließend entwickelten sie sphärische Nukleinsäure-Nanopartikel (SNA), die mit miR-325-3p beladen sind und über den Scavenger-Rezeptor Scara selektiv in fibrotische LSECs eindringen. In drei verschiedenen Mausmodellen der Leberfibrose stellten diese Nanopartikel die normale LSEC-Architektur wieder her, reduzierten fibrotische Marker und zeigten keine signifikante Toxizität – und bieten damit eine vielversprechende zellfreie Alternative zur MSC-Transplantation.