Heart HealthVorhofflimmern ist heute eine behandelbare Erkrankung – kein unvermeidlicher Teil des Alterungsprozesses
Vorhofflimmern (VHF) wird mit zunehmendem Alter dramatisch häufiger, doch ein neuer Übersichtsartikel argumentiert, dass es nicht länger unvermeidlich ist. Zwei separate Mechanismen treiben VHF an: irreversible Veränderungen durch das Altern selbst – darunter Fibrose, zelluläre Seneszenz und mitochondriale Dysfunktion – sowie reversibler Schaden durch Adipositas, Bluthochdruck, Schlafapnoe, Diabetes und Alkohol. Wegweisende klinische Studien zeigen, dass ein Gewichtsverlust von 10 % oder mehr des Körpergewichts, wenn er dauerhaft aufrechterhalten wird, die VHF-Last deutlich reduziert. Strukturierte Lebensstil- und Risikofaktorenprogramme können den VHF-Typ sogar umkehren und einige Patienten von persistierendem zurück zu paroxysmalem Vorhofflimmern führen. Fortschrittliche Bildgebungsverfahren und Blut-Biomarker können diese Substratverbesserung nun objektiv nachverfolgen. Die Autoren argumentieren, dass diese Evidenz die Risikofaktorenmodifikation in den Rang einer zentralen Säule des VHF-Managements hebt – gleichberechtigt neben Frequenzkontrolle, Rhythmuskontrolle und Antikoagulation.