Longevity & AgingBiologische Alterungsuhren könnten die Krankheitsprävention und gesunde Lebensspanne revolutionieren
Biologische Alterungsuhren sind aufkommende Werkzeuge, die messen, wie schnell eine Person – und ihre einzelnen Organe, Gewebe und Zellen – auf biologischer Ebene altert, unabhängig vom chronologischen Alter. Ein bedeutendes neues Review in Nature Medicine von Stanfords Tony Wyss-Coray und Scripps' Eric Topol bewertet kritisch den Stand dieser Uhren und deckt dabei alles ab, von epigenetischen Markern bis hin zu proteinbasierten Messverfahren. Diese Uhren könnten es Klinikern schon bald ermöglichen, Hochrisikopersonen zu identifizieren, bevor Krankheiten auftreten, zu überwachen, ob Interventionen wie Senolytika oder epigenetische Reprogrammierung das Altern tatsächlich verlangsamen, und Präventionsstrategien zu personalisieren. Die Autoren argumentieren, dass biologische Uhren einen transformativen Wandel in unserem Verständnis des Alterns darstellen – weg von bevölkerungsweiten Statistiken hin zur individuellen biologischen Realität.