Longevity & AgingSchwarze ältere Erwachsene gehen langsamer aufgrund schwächerer Mitochondrien und geringerer Fitness – nicht nur wegen sozioökonomischer Faktoren
Die SOMMA-Studie untersuchte 879 Erwachsene im Alter von 70 Jahren und älter und stellte fest, dass ältere Personen, die sich als schwarz identifizieren, deutlich langsamer gehen als vergleichbare weiße Altersgenossen – selbst nach Berücksichtigung von Alter, BMI, Muskelmasse, körperlicher Aktivität und sozioökonomischen Faktoren. Mithilfe von Propensity-Score-Matching identifizierten die Forschenden eine geringere mitochondriale Respiration (Max OXPHOS) in der Skelettmuskulatur sowie eine niedrigere kardiorespiratorische Fitness (VO2 peak) als wichtigste biologische Einflussfaktoren für dieses Mobilitätsgefälle. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass rassiale Unterschiede in der Mobilität im höheren Lebensalter eine bedeutsame biologische Komponente besitzen, die den Energiestoffwechsel der Muskulatur betrifft und unabhängig von sozioökonomischen Benachteiligungen besteht. Sie könnten zudem auf gezielte Interventionen hinweisen, um gesundheitliche Ungleichheiten beim Altern zu verringern.