Longevity & AgingKrebszellen kapern einen Protein-Schalter, um den oxidativen Zelltod zu überleben
Forscher entdeckten, dass das Glutathion-synthetisierende Enzym GCLC durch Succinylierung reguliert wird – einer chemischen Markierung, die seine Aktivität hemmt. Unter oxidativem Stress entfernt das Enzym SIRT2 diese Markierung, steigert die Glutathion-(GSH-)Produktion und schützt Krebszellen vor der Ferroptose – einer eisenabhängigen Form des Zelltods. Die Acetyltransferase P300 fügt die Succinylmarkierung hinzu, während reaktive Sauerstoffspezies (ROS) die Bindung von P300 an GCLC schwächen und gleichzeitig die Bindung von SIRT2 stärken – dies schafft einen fein abgestimmten Redox-Sensor. Eine Blockierung dieser Achse, entweder durch Depletion von SIRT2 oder durch Einführung einer dauerhaft succinyliert vorliegenden GCLC-Mutante, sensibilisiert Krebszellen gegenüber Ferroptose-Induktoren und weist damit auf eine vielversprechende therapeutische Angriffsfläche in Tumoren hin.