Longevity & AgingChronischer sozialer Stress verursacht Bluthochdruck und Angstzustände bei Mäusen durch autonome Dysfunktion
Forscher setzten männliche Mäuse 14 Tage lang chronischem sozialen Niederlage-Stress (CSDS) aus, um zu modellieren, wie soziale Widrigkeiten kardiometabolische Erkrankungen begünstigen. Die betroffenen Mäuse nahmen an Gewicht zu, zeigten erhöhte Mager- und Flüssigkeitsmasse und wiesen somatische Anzeichen von chronischem Stress auf. Angstähnliches Verhalten nahm im Elevated Plus Maze und im Open-Field-Test signifikant zu. Kardiovaskuläre Telemetrie zeigte, dass Blutdruckspitzen während der frühen Niederlagephasen sich zunächst über Nacht normalisierten, sich bis Tag 14 jedoch zu anhaltenden Erhöhungen entwickelten. Die Herzratenvariabilität und die Baroreflexsensitivität nahmen beide ab, was auf eine autonome Dysfunktion hindeutet. RNA-Sequenzierung der Nebennierendrüsen deckte transkriptomische Veränderungen auf, die mit einer veränderten HPA-Achsen-Aktivität und einem veränderten sympathischen Tonus vereinbar sind. Zusammengenommen etablieren diese Befunde CSDS als robustes Mausmodell zur Untersuchung stressbedingter Hypertonie und ihrer neurologischen Grundlagen.