Brain HealthHirnscans verschiedener Spezies enthüllen zwei unterschiedliche biologische Subtypen des Autismus
Eine bedeutende internationale Studie nutzte Gehirnbildgebung in 20 genetischen Mausmodellen des Autismus sowie an knapp 2.000 Menschen, um zu zeigen, dass Autismus neurobiologisch keine einheitliche Erkrankung ist. Es traten zwei distinkte Subtypen zutage: einer, der durch unterverbundene Hirnnetzwerke gekennzeichnet ist und mit synaptischer Dysfunktion zusammenhängt, und ein weiterer, der durch überverbundene Netzwerke gekennzeichnet ist und mit Immun- sowie Genregulationswegen in Verbindung steht. Diese Subtypen waren hochgradig reproduzierbar und mit unterschiedlichen Verhaltensprofilen assoziiert. Die Ergebnisse liefern direkte empirische Belege dafür, dass die phänotypische Variabilität beim Autismus reale, messbare Unterschiede in der zugrundeliegenden Gehirnbiologie widerspiegelt – ein Schritt, der langfristig zu einer gezielteren Diagnostik und individuelleren Behandlungsstrategien für Menschen im Spektrum beitragen könnte.