Longevity & AgingCT-Scans zeigen: Thymusgesundheit sagt Immuntherapieerfolg bei verschiedenen Krebsarten voraus
Forscher entwickelten ein Deep-Learning-System zur Quantifizierung der Thymusgesundheit anhand routinemäßiger Thorax-CT-Aufnahmen und wandten es auf 3.476 Krebspatienten an, die Immun-Checkpoint-Inhibitoren erhielten. Höhere Thymusgesundheits-Scores waren signifikant mit reduzierter Krebsprogression und niedrigerer Gesamtmortalität beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) assoziiert – unabhängig von etablierten Biomarkern wie PD-L1 und der Tumormutationslast. In der prospektiven TRACERx-Lungenkrebsstudie korrelierte die Thymusgesundheit mit der T-Zell-Rezeptor-Diversität, T-Zell-Rezeptor-Exzisionskreisen und Immunsignalwegen, was sie als Surrogatmarker für adaptive Immunkompetenz validiert. Die Assoziation erstreckte sich auf Melanom-, Brust- und Nierenkrebs, was auf eine tumorübergreifende Relevanz hindeutet. Diese Erkenntnisse positionieren die Thymusgesundheit als neuartigen, tumorunabhängigen Biomarker für das Ansprechen auf Immuntherapie.