Longevity & AgingDNA-Methylierungsverlust zwingt Krebszellen in permanente Seneszenz
Mithilfe präziser Protein-Degradationstools (Auxin-induzierbare Degrons) zeigten Forscher, dass Krebszellen, die DNA-Methylierung verlieren – ohne DNA-Schäden –, in zelluläre Seneszenz eintreten. Durch den Abbau von UHRF1 und/oder DNMT1 in kolorektalen Krebszellen löste das Team charakteristische Seneszenzmerkmale aus: G1-Arrest, vergrößerte Zellkerne, SA-β-Gal-Positivität und einen seneszenzassoziierten sekretorischen Phänotyp (SASP). Entscheidend ist, dass diese Seneszenz unabhängig von den klassischen Tumorsuppressor-Signalwegen p53 und Rb/p16 verlief und stattdessen zytoplasmatisches p21 (das Apoptose blockierte) sowie nukleäres cGAS, das unabhängig von STING agierte, einbezog. Die Ergebnisse wurden in mehreren Krebszelllinien validiert und in murinen Xenograft-Modellen bestätigt, was darauf hindeutet, dass die durch DNA-Demethylierung induzierte Seneszenz eine gezielte Angriffsmöglichkeit in Tumoren darstellen könnte.