Brain HealthBewegung und Achtsamkeit können Hirnnetzwerke umstrukturieren – Belege bleiben jedoch gemischt
Mit zunehmendem Alter neigen wichtige Ruhenetzwerke des Gehirns, die für Denken und Emotionsregulation zuständig sind, dazu, schwächer zu werden. Forscher hegten die Hoffnung, dass aerobes Training und Achtsamkeit diese Konnektivität erhalten oder wiederherstellen könnten. Ein neues narratives Review untersuchte 30 kontrollierte Studien, die die Auswirkungen von Sport, achtsamer Bewegung und reinen Achtsamkeitsprogrammen auf die funktionelle Ruhezustandskonnektivität – gemessen mittels fMRT – testeten. Die meisten Studien berichteten von positiven Veränderungen – insbesondere im Default-Mode-Netzwerk, im exekutiven Kontrollnetzwerk und im Salientznetzwerk. Die größte und methodisch strengste Studie fand jedoch kaum oder keinen Zusammenhang zwischen einer der beiden Interventionen und Veränderungen der Gehirnkonnektivität. Die Autoren des Reviews schlussfolgern, dass inkonsistente Methoden zwischen den Studien eindeutige Schlussfolgerungen erschweren, und fordern standardisierte fMRT-Protokolle, bevor diese Interventionen mit Zuversicht für die Gehirngesundheit empfohlen werden können.