Nutrition & DietFasten und Kalorienrestriktion lassen Reproduktionshormone weitgehend unberührt
Viele Menschen befürchten, dass intermittierendes Fasten oder Kalorienreduktion Hormone wie Testosteron oder Östrogen aus dem Gleichgewicht bringen könnten. Dieses systematische Review und diese Meta-Analyse haben Daten aus 15 randomisierten kontrollierten Studien mit 954 Erwachsenen zusammengeführt, um dieser Frage nachzugehen. Die Ergebnisse waren weitgehend beruhigend: Weder Fasten noch Kalorienrestriktion führten zu konsistenten, statistisch signifikanten Veränderungen der Reproduktionshormone – darunter Testosteron, Östradiol, FSH, LH, SHBG oder DHEA-S. Eine Ausnahme bildete das freie Testosteron, das unter Fasten einen kleinen, aber statistisch signifikanten Rückgang zeigte – allerdings auf Basis einer begrenzten Anzahl kleiner Studien. Die Autoren schlussfolgern, dass diese Ernährungsstrategien für die meisten Erwachsenen, die Gewichtsmanagement oder metabolische Gesundheitsziele verfolgen, hormonell unbedenklich erscheinen, und fordern gleichzeitig größere Langzeitstudien, um die Auswirkungen in spezifischen Untergruppen besser zu verstehen.