Longevity & AgingDas Darmmikrobiom schreibt Ihr Epigenom um – und treibt damit Darmerkrankungen voran oder verhindert sie
Dieser umfassende Übersichtsartikel aus dem Jahr 2025, erschienen in *Gut Microbes*, untersucht, wie das Darmmikrobiom intestinale Erkrankungen durch epigenetische Umprogrammierung vorantreibt. Die Autoren beschreiben im Detail, wie mikrobielle Metaboliten und Dysbiose die DNA-Methylierung, Histonmodifikationen, nicht-kodierende RNAs und die m6A-RNA-Methylierung verändern, um Entzündungswege und krebsfördernde Gene zu aktivieren, die mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und kolorektalem Karzinom in Verbindung stehen. Umweltfaktoren wie Ernährung, Rauchen, Alkohol und Luftverschmutzung verstärken diese mikrobiell vermittelten epigenetischen Effekte zusätzlich. Der Artikel bewertet darüber hinaus aufkommende Therapieansätze – darunter Probiotika, Präbiotika, Postbiotika, fäkale Mikrobiotatransplantation, Ernährungsumstellung und Phagentherapie –, die pathologische epigenetische Muster möglicherweise umkehren können. Die Autoren schlussfolgern, dass die gezielte Beeinflussung der Wechselwirkungen zwischen Mikrobiom und Epigenom einen vielversprechenden Ansatz für die personalisierte Behandlung intestinaler Erkrankungen darstellt.