Heart HealthHohe Fitness in der Jugend schützt das Herz trotz leicht erhöhtem Vorhofflimmern-Risiko
Ein seit Langem bestehender Vorbehalt unter Athleten und Trainern ist, dass ein hoher Fitnesslevel das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen könnte – eine potenziell ernste Herzrhythmusstörung. Eine wegweisende schwedische Studie mit über einer Million Männern, die von ihrer Musterung im späten Jugendalter bis Mitte fünfzig verfolgt wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass eine hohe körperliche Fitness im Jugendalter zwar mit einem moderat erhöhten Vorhofflimmer-Risiko verbunden ist, dies jedoch durch deutliche Reduktionen bei Schlaganfällen, Herzinfarkten und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich aufgewogen wird. Entscheidend ist: Beim Vergleich von Brüdern – also unter Kontrolle gemeinsamer genetischer Voraussetzungen und Erziehung – verschwand selbst der Vorhofflimmer-Nachteil im frühen Erwachsenenalter, sodass ab einem Alter von bereits 35 Jahren ausschließlich ein netto kardiovaskulärer Nutzen verbleibt. Die Ergebnisse sprechen klar dafür, die kardiorespiratorische Fitness bei Jugendlichen zu fördern.