Cancer ResearchWie Tumorknospung die Ausbreitung von Kolorektalkrebs vorantreibt und was das für die Behandlung bedeutet
Tumor-Budding – Cluster aus ein bis vier Krebszellen am invasiven Rand kolorektaler Tumoren – entwickelt sich zunehmend zu einem aussagekräftigen Marker dafür, wie sich Krebserkrankungen ausbreiten. Forschende haben untersucht, wie diese knospenden Zellen eine partielle Abkehr von ihrer ursprünglichen epithelialen Identität durchlaufen, dabei Zell-zu-Zell-Verbindungen lockern und das umliegende Gewebe umstrukturieren, ohne sich vollständig in migrierende Zellen umzuwandeln. Die unmittelbare Umgebung dieser Knospen ist zudem immunologisch supprimiert, sodass weniger funktionsfähige Immunzellen in der Lage sind, den Tumor anzugreifen. Digitale Pathologie-Werkzeuge und KI-gestützte Analysen verbessern die Möglichkeiten von Pathologen, Tumor-Budding zu erkennen und zu bewerten. Zusammengenommen legen diese Erkenntnisse nahe, dass Tumor-Budding präzisere Therapieentscheidungen für Patientinnen und Patienten mit kolorektalem Karzinom leiten könnte.