Gut & MicrobiomeWie Ihr Darmmikrobiom bestimmt, ob eine Krebs-Immuntherapie wirkt
Immun-Checkpoint-Blockade (ICB)-Therapien wie Anti-PD-1 und Anti-CTLA-4 haben die Krebsbehandlung grundlegend verändert, doch viele Patienten sprechen nicht darauf an. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass das Darmmikrobiom ein entscheidender Faktor dafür sein könnte, wer von diesen Therapien profitiert. Bestimmte Darmbakterien und die von ihnen produzierten Metabolite können die Immunreaktionen, auf die diese Therapien angewiesen sind, entweder verstärken oder abschwächen. Die Ernährung beeinflusst, welche Mikroorganismen gedeihen, und löst damit eine Kettenreaktion aus, die weit über den Darm hinausreicht – bis hin zu Immunzellen, die Tumoren in entfernten Organen bekämpfen. Diese Übersichtsarbeit vom Weill Cornell Medicine fasst die aktuellsten Belege dafür zusammen, wie Ernährung, Darmmikrobiota und die Immunabwehr des Wirts zusammenwirken, um ICB-Ergebnisse zu beeinflussen, und skizziert Strategien zur therapeutischen Nutzung dieser Achse. Die Implikationen sind bedeutsam: Eine Modifikation des Darmmikrobioms durch Ernährung oder mikrobiomgezielte Interventionen könnte die Ansprechraten auf die Krebsimmuntherapie deutlich verbessern.