Longevity & AgingHPV-Krebserkrankungen viermal häufiger bei HIV-Patienten und Transplantationsempfängern
Eine große schwedische Retrospektivstudie hat ergeben, dass Menschen mit HIV mehr als viermal häufiger HPV-bedingte Krebserkrankungen entwickeln als gesunde gematchte Kontrollpersonen, während Organtransplantationsempfänger ein mehr als doppelt so hohes Risiko tragen. Zu den untersuchten Krebsarten zählen Anal-, Penis-, Vulva- und Zervixkarzinome. Forscher des Karolinska Institutet analysierten Daten von über 350.000 Personen aus vier Jahrzehnten. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie eine langfristige Immunsuppression – sei es durch HIV oder durch Medikamente zur Verhinderung der Transplantatabstoßung – die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt, HPV-Infektionen zu bekämpfen und das Fortschreiten präkanzeröser Läsionen zu verhindern. Experten fordern eine frühere Impfung, verbesserte Vorsorgeuntersuchungen sowie optimierte immunsuppressive Therapieschemata für diese Hochrisikogruppen.