Cancer ResearchMenschliche Zellen können beschädigte DNA über Nanoröhren-Brücken direkt an Nachbarzellen weitergeben
Forscher der UT Southwestern entdeckten, dass Fragmente chromosomaler DNA, die bei genomischen Schäden – durch Bestrahlung, medikamentöse Behandlung oder CRISPR-Schnitte – in das Zytoplasma entweichen, über nanoröhrenartige Verbindungen direkt in benachbarte Zellen wandern können. Diese übertragenen DNA-Fragmente werden nicht abgebaut; sie bleiben in den Empfängerzellen erhalten und sind funktionsfähig, wobei sie sogar Arzneimittelresistenz vermitteln können. Der Prozess funktioniert bei verschiedenen Zelltypen, einschließlich normaler und krebsartiger Zellen, und erfordert direkten physischen Kontakt. Dieser Befund beschreibt einen dem horizontalen Gentransfer ähnlichen Mechanismus bei Säugetieren und legt nahe, dass sich genomische Instabilität nicht-zellautonome zwischen Zellen ausbreiten kann, die dasselbe Gewebemilieu teilen.