Longevity & AgingIn-vitro-Parabiose könnte neue Werkzeuge zur Erforschung des menschlichen Alterns erschließen
In-vitro-Parabiose ist eine aufkommende Labortechnik, die die Blutaustausch-Experimente, die an Tieren durchgeführt werden, nachahmt – jedoch in einer Petrischale statt zwischen lebenden Organismen. Mike Lustgarten, ein Forscher, der für rigorose Selbstquantifizierung und Langlebigkeitswissenschaft bekannt ist, untersucht, wie dieser Ansatz dabei helfen könnte, die zirkulierenden Faktoren im Blut zu identifizieren, die die Alterung beschleunigen oder verlangsamen. Traditionelle Parabiose-Experimente verbinden zwei Tiere chirurgisch, um Blut auszutauschen, und enthüllen dabei verjüngende oder alternde Signale. Die In-vitro-Version zielt darauf ab, dies ohne Tieroperationen zu replizieren, was sie potenziell skalierbar und auf die menschliche Biologie anwendbar macht. Diese Technik könnte dazu beitragen, spezifische Proteine, Metaboliten oder andere blutgetragene Signale zu identifizieren, die für die Verlängerung der gesunden Lebensspanne relevant sind – und letztlich Therapien oder Interventionen zur Verlangsamung der biologischen Alterung informieren.