Longevity & AgingIVUS-Steuerung übertrifft Standard-Angiographie in komplexer PCI-Studie nicht
Die IVUS-CHIP-Studie randomisierte 2.020 Patienten, die sich einer komplexen, risikoreichen perkutanen Koronarintervention (PCI) unterzogen, entweder einer intravaskulären Ultraschall (IVUS)-gesteuerten oder einer standardmäßigen angiographiegesteuerten Stentimplantation. Obwohl IVUS eine überlegene Gefäßdarstellung und häufigere Ballondilatationen nach der Stentimplantation ermöglichte, waren die Raten an Zielgefäßversagen nach etwa 19 Monaten vergleichbar: 13,9 % unter IVUS gegenüber 11,1 % unter Angiographie (HR 1,25; 95% CI 0,97–1,60; P=0,08). Auch die prozeduralen Komplikationen waren vergleichbar. Die Studie stellt frühere Beobachtungsdaten und Registerbefunde infrage, die eine Überlegenheit von IVUS nahelegten, und wirft die Frage auf, ob der routinemäßige IVUS-Einsatz mit vordefinierten Optimierungskriterien im westeuropäischen Praxisumfeld zu einem messbaren klinischen Nutzen führt.