Longevity & AgingLecanemab zeigt in realen Gedächtniskliniken Wirksamkeit bei handhabbarem Sicherheitsprofil
Das Memory Diagnostic Center der Washington University behandelte 234 Patienten mit frühem Alzheimer über 14 Monate mit Lecanemab und lieferte damit den ersten umfangreichen realen Sicherheitsdatensatz außerhalb klinischer Studien. Infusionsbedingte Reaktionen traten bei 37 % der Patienten auf, waren aber typischerweise mild. Amyloid-bedingte Bildgebungsauffälligkeiten (ARIA) entwickelten sich bei 22 % der überwachten Patienten, wobei symptomatische ARIA bei 5,7 % und klinisch schwere ARIA bei nur 1 % auftraten. Patienten mit leichter Demenz wiesen signifikant höhere Raten symptomatischer ARIA auf (27 %) als jene mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder sehr leichter Demenz (1,8 %). Es traten weder Todesfälle noch Makrohämorrhagien auf. Lediglich 4,3 % brachen die Behandlung aufgrund von ARIA ab. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Lecanemab in gut ausgestatteten spezialisierten Gedächtniskliniken sicher verabreicht werden kann, wenngleich das erhöhte ARIA-Risiko bei Patienten mit leichter Demenz eine sorgfältige Patientenauswahl und entsprechende Überwachungsprotokolle erfordert.