Nutrition & DietNiedriger Cholin-Spiegel im Gehirn mit Angststörungen in Verbindung gebracht – wegweisende Meta-Analyse
Eine Meta-Analyse des UC Davis Health ergab, dass Menschen mit Angststörungen im Gehirn etwa 8 % niedrigere Cholinspiegel aufweisen als Menschen ohne Angststörungen. Das Muster war im präfrontalen Kortex am ausgeprägtesten – der Region, die emotionale Kontrolle und Entscheidungsfindung steuert. Cholin ist ein essenzieller Nährstoff, der in Eiern, Fleisch und Fisch vorkommt und von den meisten Amerikanern nicht in ausreichenden Mengen aufgenommen wird. Die in Molecular Psychiatry veröffentlichte Studie analysierte Daten aus 25 früheren Studien mit über 700 Teilnehmern. Die Forscher erklären, dies sei die erste Meta-Analyse, die eine konsistente neurochemische Signatur über mehrere Angstdiagnosen hinweg identifiziert, und sie eröffnet die Möglichkeit, dass eine gezielte Cholin-Supplementierung künftig die Angstbehandlung ergänzend zu konventionellen Therapien unterstützen könnte.