Brain HealthMikroglia-Lysosomendefekt treibt Parkinson-Proteinablagerungen voran – und könnte reversibel sein
Die Parkinson-Krankheit ist durch toxische Verklumpungen des Alpha-Synuclein-Proteins im Gehirn gekennzeichnet. Diese Studie zeigt, dass Mikroglia – die Immunzellen des Gehirns – ihre Fähigkeit verlieren, dieses Protein zu beseitigen, weil ihre interne Recyclingmaschinerie versagt. Konkret stören Alpha-Synuclein-Fibrillen direkt eine wichtige Protonenpumpe (ATP6V0C), die für die Ansäuerung der Lysosomen – dem zellulären Entsorgungskompartiment – benötigt wird. Ohne ausreichende Säure können Lysosomen zelluläre Ablagerungen nicht abbauen, was zu einer Ansammlung von Proteinen und zur Freisetzung schädlicher Vesikel führt. Die Forscher stellten fest, dass eine Erhöhung der ATP6V0C-Expression oder die Aktivierung eines übergeordneten Regulators namens TFEB die lysosomale Funktion wiederherstellte, Alpha-Synuclein beseitigte und die Neurotoxizität in Mausmodellen reduzierte. Dies weist auf einen angreifbaren Signalweg hin, über den das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit verlangsamt werden könnte.