HormonesmTOR und AMPK treiben Präeklampsie voran – und Metformin könnte helfen oder schaden
Präeklampsie ist eine gefährliche Schwangerschaftskomplikation, für die es außer der Entbindung keine wirksame Behandlung gibt. Diese Übersichtsarbeit untersucht, wie zwei zentrale zelluläre Energiesensoren – mTOR und AMPK – bei Präeklampsie dysreguliert werden, wodurch die Plazentazellen, die das fetale Wachstum unterstützen, in ihrer Funktion beeinträchtigt werden und schädliche Veränderungen der Blutgefäße ausgelöst werden. In einer normalen Schwangerschaft arbeiten diese beiden Signalwege im Gleichgewicht. Unter dem Einfluss von Sauerstoffmangel in der Plazenta und oxidativem Stress wird AMPK überaktiv, während mTOR gehemmt wird, was die Trophoblastenfunktion schädigt und anti-angiogene Faktoren in den Blutkreislauf freisetzt. Die Übersichtsarbeit beleuchtet auch Metformin als mögliche Therapieoption und warnt davor, dass zwar eine niedriggradige AMPK-Aktivierung dazu beitragen kann, das Gleichgewicht wiederherzustellen, höhere Dosen von Metformin jedoch genau jene mTOR-Suppression verstärken könnten, die die Erkrankung antreibt – ein Paradoxon, das präzise Dosierungsstrategien erfordert.