Longevity & AgingMuskelschwund und Knochenschwund teilen tiefe biologische Wurzeln und enthüllen neue Langlebigkeitsziele
Forscher, die Daten der UK Biobank analysiert haben, haben die biologischen Zusammenhänge zwischen altersbedingtem Muskelschwund (Sarkopenie) und Knochenschwund (Osteoporose) kartiert. Beide Erkrankungen teilen genetische Regionen, Proteine und Metaboliten – die meisten deuten auf Entzündungen als gemeinsamen Auslöser hin. Menschen mit Sarkopenie haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und umgekehrt, besonders bei Männern und jüngeren Erwachsenen. Bemerkenswert ist, dass sowohl eine sehr niedrige als auch eine sehr hohe Muskelmasse mit schlechteren Knochenergebnissen verbunden war. Schlüsselgene wie TFAM, COMMD7 und MGP erwiesen sich als gemeinsame Verursacher. Sitzendes Verhalten sagte beide Erkrankungen stark voraus, während das Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren und der Rückgang von Myokinen als veränderbare biologische Faktoren in Erscheinung traten. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Bekämpfung von Entzündungen und körperliche Aktivität sowohl Muskeln als auch Knochen gleichzeitig schützen können.