Longevity & AgingNeurolipid Atlas kartiert Gehirn-Fettsignaturen bei Alzheimer und anderen Erkrankungen
Forscher haben den Neurolipid Atlas ins Leben gerufen – eine frei zugängliche Datenbank, die mit Lipidomik-Daten aus iPSC-abgeleiteten Gehirnzellen, menschlichem Hirngewebe und Mausmodellen befüllt wurde und mehrere neurodegenerative Erkrankungen abdeckt. Die Plattform zeigte, dass Neuronen, Mikroglia und Astrozyten jeweils charakteristische Lipid-Fingerabdrücke aufweisen, die die In-vivo-Biologie widerspiegeln. Ein herausragender Befund: Das Alzheimer-Risikogen ApoE4 treibt die Anreicherung von Cholesterylestern spezifisch in Astrozyten voran – ein Muster, das auch in menschlichem AD-Hirngewebe beobachtet wird. Eine Multiomics-Folgeanalyse verknüpfte diese Cholesterin-Dysregulation mit einer beeinträchtigten Immunoproteasom-Funktion und der MHC-Klasse-I-Antigenpräsentation, was den Lipidstoffwechsel in der Astrozyten-vermittelten Neuroinflammation verortet. Der Atlas ist öffentlich zugänglich und nimmt Datenbeiträge aus der Forschungsgemeinschaft entgegen.