Longevity & AgingOsteoporose-Medikamente könnten lebensbedrohliche Aortenaneurysmen verlangsamen – eine altersbedingte Entdeckung
Eine neue Studie zeigt, dass altersbedingte Mutationen in Blutstammzellen – ein Prozess namens klonale Hämatopoese – das Wachstum von Aortenaneurysmen fördern können, indem sie Immunzellen in knochenabbauähnliche Zellen verwandeln, die Arterienwände schwächen. Forschende fanden heraus, dass dieser destruktive Prozess durch den RANK/RANKL-Signalweg gesteuert wird – dasselbe Signalsystem, das von Osteoporosemedikamenten gezielt gehemmt wird. Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Signalweg in Tiermodellen blockierten, verlangsamte sich das Aneurysmawachstum erheblich. Noch vielversprechender ist, dass bereits FDA-zugelassene Medikamente wie alendronate und Anti-RANKL-Antikörper ähnliche Ergebnisse erzielten. Etwa 60 % der Aneurysma-Operationspatientinnen und -patienten in der Studie trugen diese Blutmutationen und zeigten eine schnellere Aneurysmaprogression. Dies deutet auf eine mögliche medikamentöse Behandlung für eine Erkrankung hin, für die es derzeit keine zugelassenen Medikamente gibt, die ihr Fortschreiten verlangsamen.