Sleep & RecoveryMehr als die Hälfte der Schlafapnoe-Patienten hat metabolisches Syndrom, zeigt globale Meta-Analyse
Eine umfassende Meta-Analyse, die Daten aus 102 Studien mit über 34.000 Erwachsenen aus 28 Ländern zusammenführte, ergab, dass 55,4 % der Menschen mit polysomnographisch bestätigter obstruktiver Schlafapnoe auch die Kriterien für das metabolische Syndrom erfüllen. Dieses auffallend häufige gemeinsame Auftreten deutet darauf hin, dass diese beiden Erkrankungen eng miteinander verknüpft sind. Ein höherer BMI wurde dabei als wesentlicher Treiber des Zusammenhangs identifiziert. Die Forschenden stellten erhebliche Unterschiede in den Prävalenzschätzungen zwischen geografischen Regionen, Studiendesigns und Diagnosekriterien fest, was die globale Komplexität beider Erkrankungen widerspiegelt. Die Ergebnisse sprechen klar dafür, dass Kliniker bei Patienten mit Schlafapnoe routinemäßig auf das metabolische Syndrom screenen sollten – einschließlich erhöhtem Blutdruck, erhöhtem Blutzucker, erhöhten Triglyzeriden, vergrößertem Taillenumfang und niedrigem HDL-Cholesterin – anstatt jede Erkrankung isoliert zu behandeln.