Cancer ResearchPersonalisierte Neoantigen-Krebsimpfstoffe: Vom Labor in die Klinik
Personalisierte Krebs-Neoantigen-Impfstoffe (PCVs) trainieren das Immunsystem darauf, Tumoren anhand von Angriffspunkten zu bekämpfen, die einzigartig für die Mutationen jedes einzelnen Patienten sind. Fortschritte in der DNA-Sequenzierung und der Computertechnologie haben es praktikabel gemacht, diese Zielstrukturen schnell zu identifizieren und maßgeschneiderte Impfstoffe auf ihrer Basis zu entwickeln. Diese Übersichtsarbeit des Dana-Farber Cancer Institute fasst die neuesten klinischen Belege zusammen, um zu ermitteln, welche Krebsarten am besten für PCVs geeignet sind, zu welchem Zeitpunkt im Behandlungsverlauf sie verabreicht werden sollten und wie sie zur größtmöglichen Wirkung mit anderen Therapien wie Checkpoint-Inhibitoren kombiniert werden können. Die Autoren befassen sich außerdem mit verbleibenden Hindernissen – Produktionszeiträumen, Patientenauswahl und Zulassungswegen –, die gelöst werden müssen, bevor diese Impfstoffe einen breiteren klinischen Einsatz erreichen können. Das Feld befindet sich an einem Wendepunkt, wobei mehrere Plattformen mittlerweile skalierbar genug für einen weitverbreiteten Einsatz sind.