Heart HealthPostprandiales Endotoxämie sagt erneute Herzereignisse voraus – Mittelmeerdiät senkt das Risiko
Eine siebenjährige klinische Studie mit über 1.000 Patienten mit koronarer Herzkrankheit ergab, dass Menschen mit stärkeren Anstiegen bakterieller Bluttoxine (LPS) nach dem Essen ein um 42 % höheres Risiko hatten, ein weiteres schwerwiegendes kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden. Die Mittelmeerdiät reduzierte diese toxischen Anstiege wirksamer als eine standardmäßige fettarme Ernährung, unter anderem durch eine Umgestaltung des Darmmikrobioms hin zu einem gesünderen Profil. Diese Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Messung der postprandialen Endotoxämie – also der Menge an Bakterientoxinen, die nach einer Mahlzeit in den Blutkreislauf gelangen – zu einem praktischen Instrument zur Personalisierung der sekundären kardiovaskulären Prävention werden könnte, und dass die Wahl der Mittelmeerdiät gegenüber einer fettarmen Ernährung eine bedeutsame Schutzstrategie für Herzpatienten darstellen kann.