Longevity & AgingPsilocybin verdrahtet Hirnnetzwerke durch aktivitätsabhängige synaptische Plastizität neu
Forscher nutzten monosynaptisches Tollwutvirus-Tracing bei Mäusen, um zu kartieren, wie eine einzelne Psilocybin-Dosis (1 mg/kg) die gehirnweiten Eingänge zu zwei wichtigen Subtypen frontaler kortikaler Neuronen umorganisiert. Sie stellten fest, dass Psilocybin Verbindungen aus sensorimotorischen, visuellen und medialen (Default-Mode-ähnlichen) Netzwerken stärkt, während es Eingänge aus rekurrenten kortiko-kortikalen Schleifen und dem lateralen Netzwerk abschwächt. Entscheidend ist, dass diese Umverdrahtung von der durch die Substanz ausgelösten Feueraktivität abhing: Die Stummschaltung einer präsynaptischen Region während der Psilocybin-Gabe blockierte die Plastizität. Die Erkenntnisse enthüllen einen netzwerkspezifischen, aktivitätsabhängigen Mechanismus, durch den eine einzelne Psychedelika-Dosis dauerhafte strukturelle Veränderungen hervorrufen kann – was möglicherweise die anhaltenden antidepressiven Wirkungen von Psilocybin trotz seiner kurzen Halbwertszeit erklärt.