Cancer ResearchSeneszente Nicht-Krebszellen in Tumoren verändern Krebsverläufe
Wenn Zellen in und um einen Tumor herum seneszent werden – also in einen Zustand dauerhafter Wachstumshemmung eintreten – verbleiben sie nicht einfach untätig. Diese Übersichtsarbeit zeigt, dass nicht-krebsartige seneszente Zellen innerhalb von Tumoren die Tumormikroumgebung aktiv durch sekretierte Signalmoleküle, Modulation des Immunsystems und strukturelle Gewebeveränderungen umgestalten. Diese Effekte können das Tumorwachstum fördern, Krebszellen dabei helfen, einer Behandlung zu entgehen, und das Rückfallrisiko erhöhen. Die Autoren untersuchen drei wesentliche Treiber dieses Prozesses: onkogeninduzierte Seneszenz, therapieinduzierte Seneszenz und altersbedingte Gewebeveränderungen. Darüber hinaus diskutieren sie aufkommende Behandlungsansätze, sogenannte Senotherapien – darunter Senolytika, die seneszente Zellen gezielt abtöten, sowie Senomorphika, die deren schädliche Sekretionsprodukte unterdrücken – als vielversprechende Strategien zur Verbesserung der Krebsbehandlungsergebnisse.