Longevity & AgingTau-PET übertrifft Bluttests bei der Verfolgung früher kognitiver Veränderungen bei Alzheimer
Forscher analysierten 1.707 ältere Erwachsene aus den A4/LEARN-Studien, um Plasma-p-tau217 und Tau-PET als Marker der Krankheitsprogression bei präklinischer Alzheimer-Erkrankung zu vergleichen. Die Tau-PET-Akkumulation – insbesondere in frontoparietalen Regionen – korrelierte stark mit gleichzeitigem kognitivem Abbau (ρ bis zu −0,68) und erwies sich damit als leistungsstarkes Instrument zur Echtzeit-Verlaufskontrolle. Plasma-p-tau217 zeigte seinen größten Nutzen als Basiswert-Prädiktor für künftigen kognitiven Abbau (ρ = −0,47) sowie für die effiziente Teilnehmerauswahl in klinischen Studien. Bemerkenswert ist, dass Veränderungen des Plasma-p-tau217 in der Tau-PET-Teilstudie nicht mit gleichzeitigen kognitiven Veränderungen korrelierten, wenngleich im größeren vollständigen Plasma-Kollektiv eine moderate Assoziation erkennbar war. Die Ergebnisse legen nahe, dass Tau-PET und Plasma-p-tau217 komplementäre, jedoch unterschiedliche Rollen im Design von Alzheimer-Studien übernehmen.