Brain HealthTau-Verwicklungen aktivieren verborgene DNA-Sequenzen, die Gehirnzellen abtöten
Wissenschaftler haben eine überraschende Abfolge von Ereignissen in Neuronen aufgedeckt, die von Tau-Fibrillen betroffen sind – dem charakteristischen Merkmal der Alzheimer-Krankheit und verwandter Erkrankungen. Tau-Aggregate stören die Art und Weise, wie DNA in Gehirnzellen verpackt ist, und wecken dadurch alte virusähnliche DNA-Sequenzen auf, die normalerweise inaktiv gehalten werden. Diese reaktivierten Sequenzen produzieren ungewöhnliche RNA-Moleküle, die ein Zelltodprotein namens ZBP1 aktivieren. Bei Alzheimer-Patienten korrelierte eine höhere ZBP1-Aktivität in exzitatorischen Neuronen mit schlechterer kognitiver Leistung. Bemerkenswerterweise verbesserte die teilweise Ausschaltung von ZBP1 bei gealterten Tau-transgenen Mäusen deren Gedächtnis und Kognition signifikant. Diese Forschung identifiziert einen völlig neuen Pfad zum neuronalen Tod bei Tauopathien und legt nahe, dass die Blockierung von ZBP1 eine praktikable Strategie sein könnte, um den kognitiven Abbau bei der Alzheimer-Krankheit zu verlangsamen oder zu verhindern.