Cancer ResearchUCLA entdeckt verborgene Schwachstelle in tödlichen kleinzelligen Krebsarten, die neue Behandlungen ermöglichen könnte
UCLA-Forscher haben eine kritische Schwachstelle in einigen der tödlichsten und am schwersten zu behandelnden Krebsarten identifiziert. Kleinzellige neuroendokrine Karzinome – die in der Lunge, der Prostata und den Eierstöcken entstehen – haben seit Jahrzehnten kaum Fortschritte bei der Behandlung erlebt. Diese Tumoren verlieren typischerweise ein Gen namens RB, das normalerweise das Zellwachstum kontrolliert. Die neue Studie ergab, dass Krebszellen bei fehlendem RB stark auf ein Protein namens E2F3 angewiesen sind, um zu überleben. Die Blockierung von E2F3 in Labormodellen hemmte das Tumorwachstum vollständig. Dieser Mechanismus, synthetische Letalität genannt, bedeutet, dass Krebszellen den Verlust sowohl von RB als auch von E2F3 nicht überleben können. Entscheidend ist, dass bereits zugelassene FDA-Medikamente möglicherweise in der Lage sind, E2F3 anzugreifen, was den Weg zur klinischen Anwendung erheblich beschleunigen könnte.