Longevity & AgingWarum Alzheimer Frauen stärker trifft – und welche Risikofaktoren am meisten zählen
Eine umfangreiche Studie der UC San Diego mit über 17.000 Erwachsenen zeigt, dass Frauen nicht nur häufiger an Alzheimer erkranken, sondern auch stärker von gängigen Demenz-Risikofaktoren betroffen sind als Männer. Die Forschenden analysierten 13 veränderbare Risikofaktoren – darunter Bluthochdruck, Adipositas, Depressionen und körperliche Inaktivität – und stellten fest, dass mehrere davon bei Frauen einen überproportional stärkeren Zusammenhang mit kognitivem Abbau aufwiesen. Frauen zeigten höhere Raten an Depressionen, körperlicher Inaktivität und Schlafproblemen, während kardiometabolische Erkrankungen wie Bluthochdruck und erhöhter BMI die kognitive Leistungsfähigkeit von Frauen stärker beeinträchtigten. Die in Biology of Sex Differences veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass geschlechtsspezifische Präventionsstrategien ein wirksames Instrument zur Verringerung der Alzheimer-Belastung bei Frauen sein könnten, die fast zwei Drittel aller US-amerikanischen Fälle ausmachen.